OLSSON Millions


Island/Universal (VÖ: 12.5.)

Das Schöne am musikalischen Zitieren ist unter anderem ja auch die Möglichkeit, Bestehendes neu aufzubereiten, indem man sich bei den besonders tollen Elementen einer Strömung bedient und diese wiederum mit anderen Genres und Stilelementen kreuzt respektive anreichert. Nix Neues, klar, und doch vermag einen dieses rückwärtsgewandte Prinzip immer wieder mal ziemlich umzuhauen, wie nun etwa im Falle dieses höchst erfrischenden Debüt-Albums, das der Schwede Christian Olsson MILLIONS nannte, weil er gefühlt „eine Million Einflüsse, Ideen, Stunden und Gedanken“ hineingepackt habe.

Zwar mag sich das mit den Einflüssen eher auf einen sehr großen und mehrere kleine beschränken – die Art und Weise allerdings, wie Olsson auf MILLIONS die griffige Melodik, die Beatfülle und Tanzbarkeit alter Nineties-Madchester-Tunes à la The Stone Roses oder Happy Mondays mit gospeligen Chören („Silent War“), knisternden Soul-Samples („Fool For Love“) oder Auto-Tune-Gesängen („Culver“) verquirlt, könnte weiß Gott nicht weiter entfernt sein von der innovationsarmen Fadheit bloßer Retromanie. Davon gerne mehr!


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