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Pantha Du Prince Conference Of Trees


BMG Rights/Warner (VÖ: 6.3.)

Das war schon eine kleine Sensation, als Hendrik Weber, alias Pantha Du Prince, vor gut sieben Jahren sein Album ELEMENTS OF LIGHT veröffentlichte. Zusammen mit The Bell Laboratory und viel Glockenklang und -bimbam hatte sich der Minimal-Techno-sozialisierte Musiker zu einer Art irrlichternder elektroakustischer Minimal Music aufgeschwungen, in der seine Wurzeln nur noch fein geädert vorlagen.

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ELEMENTS OF LIGHT war damals zurecht Platte des Monats. Der Nachfolger THE TRIAD von 2016 war retrospektiv ein Rückschritt, oder besser ein Schritt zur Seite, hin zu einer diffusen Indie-Electronica, in der die Pantha-Du-Prince-Soundästhetik gerade mal eine Nebenrolle spielen durfte. CONFERENCE OF TREES, sein sechstes Album hat Pantha Du Prince wieder mit Musikern des Bell Laboratory aufgenommen.

Webers Faible für die Natur drückt sich oft im Artwork aus, hier bezieht er sich auf allerhand theoretische/esoterische Schriften zum Thema Bäume. Es ist der musikalische Ausdruck für das (wissenschaftlich erwiesene) Kommunikationsverhalten der Bäume – daher auch der Titel. Aber hier wird auch eine musikalische Geschichte erzählt, von neoklassischen Impressionen, über Ambient, Minimal Music, Tracks mit tribalen Trommeln bis hin zum Minimal (Dub-)Techno, Pantha Du Prince schreitet mit „natürlichem“ und elektronischem Instrumentarium die musikalischen Gebiete ab, die er bisher betreten hat.

CONFERENCE OF TREES im Stream hören:


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