Perfect Son Cast


Sub Pop/Cargo (VÖ: 15.2.)

Da will einer groß hinaus. Oder doch zumindest ins Stadion. So wirkt es jedenfalls, wenn die Drums durch „My Body Wants“ donnern, als gäbe es kein Morgen. Wenn das Pathos in „Wax“ sich aufschwingt zu unerhörten Höhen. Wenn die Keyboard-Riffs schwer dräuen, die scharf geschnittenen Gitarren die Lücken zwischen den muskelbepackten Beats füllen.

Dass Tobiasz Biliński, der sich hinter dem Künstlernamen Perfect Son versteckt, aus Polen stammt, ist CAST ebensowenig anzuhören wie die Tatsache, dass sein Debüt auf dem alten Grunge-Erfinder-Label Sub Pop erscheint. Von seinem alten Projekt Coldair und dessen eher düsteren, aber immer melodieseligen Elektro-Pop hat sich Biliński ein feines Gespür für sehnsüchtige Eingängigkeit bewahrt, die er aber nun paart mit dem Willen, eine Symbiose zwischen U2 und Skrillex zu finden.

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Das muss man sich erst mal trauen. Und: Das muss erst mal gelingen. Dass es das tut, ist dann doch tatsächlich eine Überraschung: Man hat wohl noch niemals Musik gehört, in der Melancholie so direkt auf die Zwölf geht.  

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