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Puma Blue In Praise Of Shadows


Blue Flowers/PIAS/Rough Trade (VÖ: 5.2.)

von

Jakob Allen alias Puma Blue kommt auf seinem Debütalbum IN PRAISE OF SHADOWS sehr ins Grübeln. Über einer Mischung aus Blues, Jazz und Shoegaze gewährt der 25-Jährige Einblicke in seine Psyche. Nur selten, in „Oil Slick“ zum Beispiel, brausen noch die Saxofone oder Gitarren auf, wie man es von den vorherigen EPs und Singles des Londoner Newcomers kennt.

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Allen ist ruhiger geworden, so gedämpft sind die R’n’B-Beats, dass sie fast Lo-Fi-Charakter bekommen. Auch thematisch wird der Brite immer introspektiver, singt weniger von Liebe und Lust und vermisst lieber seine inneren Verwerfungen. In „Cherish (Furs)“ bedauert Puma Blue sein Verhalten gegenüber einer Verflossenen, aber in „Opiate“ setzt er die trüben Facetten seines Innenlebens zum Soul-Searching zusammen.

Allen hat einen eigenen Terminus für seine Genre-übergreifende Musik gefunden: Voice-Message-Ballads. Die Intimität und direkte Ansprache in seinen Texten, potenziert durch seinen charismatischen Gesang, den er manchmal zum intimen Murmeln herunterdimmt, klingen wie verzweifelte Botschaften auf dem Anrufbeantworter. Doch zum Glück findet Puma Blue auf IN PRAISE OF SHADOWS noch in den düstersten Gedanken, in den dunkelsten Tiefen der Selbsterkundung schlussendlich doch das Licht.

„IN PRAISE OF SHADOWS“ im Stream hören:


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