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RAC Ego

Counter/Ninja Tunes/ Rough Trade (VÖ: 14.07.)

von

André Allen Anjos – geboren in Portugal, wohnhaft in Portland – ist einer dieser Remix-Typen, die ihre Vorlagen locker auf links drehen, die Seele jedoch intakt lassen. Entsprechend lang ist die Kundenliste, von Lana Del Rey und Phoenix über die Yeah Yeah Yeahs bis zu den Shins und zum Two Door Cinema Club. Einen Grammy hat er auch schon gewonnen für seinen Remix von Odeszas „Say My Name“. Neben Soundtracks und Remix-Compilations erscheint nun sein zweites eigenes Album. Das erste hieß STRANGERS, nun folgt EGO: Es soll persönlicher zugehen, was nicht einfach ist in einer musikalischen Materie, in der Identitäten keine große Rolle spielen.

RAC versteht sich blendend darauf, Pop nach Formeln zu konstruieren. Daher passt es, dass Rivers ­Cuomo die Single „I Still Wanna Know“ singt, der Weezer-Chef arbeitet sich mittlerweile ja auch gerne an den simpelsten Schemata ab. Der Song klingt aber nur wie ein misslungener Versuch, die 80s-Finesse von Brandon Flowers und seiner Killers zu kopieren. Um Klassen besser ist „This Song“ mit Ex- Vampire-Weekendler Rostam als Sänger: Immer wieder bricht der ­Elektro-Song ab, jeder Neustart wirkt umso wuchtiger. Die meisten anderen Gastsänger stammen dagegen aus der Indie-Pop- Elektro-Szene: Chaos Chaso, MDNR, Scavenger Hunt – alle wissen genau, was zu tun ist, Überraschungen bleiben aus, wenn da nicht St. Lucia und sein fabelhafter Gesang auf „The Beautiful Game“ wäre. Schönste Entdeckung: ein Kompagnon mit wundervollem Namen: Karl Kling.

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