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Roedelius Selbstportrait Wahre Liebe


Bureau B/Indigo (VÖ: 10.4.)

Ein Mann der lauten Töne war Hans-Joachim Roedelius noch nie, aber wenn der 85-Jährige ein Soloalbum der SELBSTPORTRAIT-Reihe zuordnete, dann wurde es noch intimer. 2002 endete die Serie mit Skizzen und Miniaturen, die sich oft über Jahre ansammelten, teilweise im Weserbergland unter einfachsten Umständen entstanden.

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Dort setzt SELBSTPORTRAIT (Nummer IX) mit dem Untertitel WAHRE LIEBE nun an. Es ist kein Album, um dessen Veröffentlichung Roedelius sein Label Bureau B bat, sondern umgekehrt. Die Idee der Hamburger Plattenfirma, mit dem Vintage-Equipment der Vergangenheit neue Instrumentalnummern aufzunehmen, liegt schon Jahre zurück. Roedelius nahm die Herausforderung an, sich auf Originalinstrumente zu beschränken, die er in den 1970ern benutzte: Fender Rhodes, Farfisa, Roland, Korg, dazu ein Echolot Mixer.


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Der in Österreich lebende Künstler fand es anscheinend sehr reizvoll, sich in seinen eigenen Fußstapfen rückwärts zu bewegen. Die zwölf introspektiven und zeitlosen Stücke tragen Titel wie „Winterlicht“, „Nahwärme“ oder „Geruhsam“, wenn es etwas lebhafter wird auch mal „Mitgewalzert“. Ihnen gemein ist, dass sie mit feinem Strich aufs Notenblatt gehaucht wurden, sehr verträumt, fast verhuscht klingen. Eben wie Roedelius, wenn er ganz bei sich ist.


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