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Album der Woche

Shame Songs of Praise

Dead Oceans/Cargo

von
Shame

40 Jahre nach den Sex Pistols ist Punk für viele nicht mehr als ein Mode-Witz, dessen zerfranste Devotionalien zu Ausstellungsstücken geworden sind. Und das UK wird von der nächsten weltfremden Tories-Regierung in die Scheiße geritten. Genau in diese angespannte Zeit platzen Shame mit ihrem Debüt SONGS OF PRAISE und beweisen, dass Musiker Missstände immer noch pointierter anprangern können als machtgeile Politiker.

Sänger und Songwriter Charlie Steen scheut sich nicht davor in grollendem Spoken-Word-Duktus seiner Generation und ihrer Fixierung auf Konsum und Hedonismus ans Bein zu pissen („The Lick“). In diesen Momenten reicht er dem großen Punk-Poeten John Cooper Clark spielerisch das Wasser, in anderen lässt er mit überbordender Aggressivität in der Stimme seinen inneren Hooligan heraus und kotzt Wahrheiten aus („I’d rather be fucked than sad“), während seine Band ihn mit melancholischen Buzzcocks-Melodien unterstützt („One Rizla“).

Shame entzünden einen überfälligen Hoffnungsfunken im UK-Punk. Mit Bands wie dieser wird der Glaube an musikalische Rebellion niemals enden.

 

 

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