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Sorry 925


Domino/GoodToGo (VÖ: 27.3.)

„I stayed up all night with a Rock’n’Roll star“, singt Asha Lorenz zu Beginn eines Songs, der Klang ihrer Stimme und die Bilder im Video dazu lassen nichts wirklich Gutes ahnen, es ist die enttäuschte Stimme am Tag danach, leicht verdrogt, voll verpennt. Dieser Rock’n’Roll, ein schöner Wackelkandidat, tja, vielleicht muss er das Dschungelcamp bald verlassen.

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Das soll jetzt kein Hinweis darauf sein, dass wir es hier mit „Stars“ der Güteklasse C oder nostalgieseligen Inszenierungen zu tun haben. Im Gegenteil, die Band Sorry steht mit ihrem Albumdebüt „925“ deutlich im Hier und Jetzt, sie spielt dem Britpop eine so oft vermisste Komplexität zu, sie fährt Rock-Geisterbahn mit der Melancholie des R’n’B im Gepäck, sie verbindet Indie-Tristesse mit Hurra-Pop.

Auf den Hometapes und Mixtapes, die die Band im Jahr 2017 veröffentlichte, durften einige Songs noch an den Rändern ausfransen, auf dieser Kollektion finden selbst die Momente größter Irritation und Verwirrung ein musikalisch sicheres Zuhause. „Right Around The Clock“ ist das beste Beispiel für die neue Selbstsicherheit, ein auf den Punkt produziertes Stück Glampop mit einem Rhythmus aus der Beatbox der Antike und einem Refrain von übermorgen. Well done, von der Band aus London werden wir noch weit ausgefuchstere Popsongs mit gehobenem Streamingpotenzial hören, for sure.


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