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The Kills Ash & Ice


Domino/GoodToGo

Zunächst mal ist alles wie immer bei den Kills. Die Maschine läuft an, der Bluesrhythmus aus der Konserve: das Fundament des Duos. Dann die Gitarre von Jamie Hince, die Stimme von Alison Mosshart. Man hat sofort das Spiel der beiden vor Augen, das Antanzen, die Laszivität, die Symbolik von E-Gitarre und Mikroständer. „Doing It To Death“ heißt die Eröffnung, das alte Thema: Liebe, Tod, Sex. Aber doch läuft es hier ein wenig anders. Da ist eine Melodie, ein Harmoniegesang, der direkter ins Ohr geht.

The Kills klingen nicht mehr so schmutzig, die Nägel sind gefeilt, die Zähne geputzt. Damit geht ein gutes Stück der Gefährlichkeit flöten, das Grundelement des Duos. Was bringt ein zahmes Stück wie „Heart Of The Dog“? ASH & ICE steht und fällt mit der Qualität der Songs und der Arrangements. „Hard Habit To Break“ variiert in der Rhythmik, „Days Of Why And Now“ lehnt sich an Neo-R’n’B an, Mossharts Stimme kommt exzellent zur Geltung. „Siberian Nights“ ist inspiriert von einer Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn, die Jamie Hince unternahm, als er nach einer Hand­operation eine Gitarrenpause einlegen musste. „That Love“ ist dann die Ballade, auf die man bei ASH & ICE nur gewartet hat.

Der Weg der Kills ist klar, das Konzept geht größtenteils auf, dennoch: Der Grat zur Langweile ist schmal geworden. The Kills müssen aufpassen.

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