The Sea And Cake Any Day 

Thrill Jockey/Rough Trade 

And then there were three. Nach dem Weggang von Bassist Eric Claridge haben The Sea And Cake jetzt ihr erstes Album als Trio aufgenommen, wie Fans verwundert notieren.

Wenn es ein paar in Stein gemeißelte Bestandsgarantien auf dem Minenfeld des globalen Pop gegeben hat, dann gehörte diese Band dazu, die fast 25 Jahre dem gehobenen Relaxen zu viert frönte. Das Chicago-Ensemble mit den Szene-Größen Sam Prekop, Archer Prewitt und John McEntire transferierte Popmusik in einen leicht-luftigen Jazz-Rahmen, als Pop für viele noch eine andere Art von Punk war.

ANY DAY steht jetzt als eine andere Art von Pop da, was zum einen an der trockenen Produktion und dem organischen Klang liegt, zum anderen an den Texten, die Sam Prekop singt, die wie ein weiterer Soundbaustein zwischen Prewitts raffinierte Gitarrenmelodien fallen. Die dreieinhalb Minuten von „Paper Window“ ragen aus diesem schlau gezimmerten Wohlklang noch einmal heraus – mit Flötentönen, plötzlich verschleppten Rhythmen und einem Chor wie aus einem Bossanova-Klassiker, dessen Name einem nicht einfallen will. 


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