The Transcendence Orchestra All Skies Have Sounded


Editions Mego/Morr Music (VÖ: 13.8.)

von

Anthony Child und Daniel Bean machen langsame Musik, das aber sehr schnell. ALL SKIES HAVE SOUNDED ist ihre bereits achte Veröffentlichung unter dem Namen The Transcendence Orchestra innerhalb von nur fünf Jahren. Beide sind – der eine unter dem Namen Surgeon, der andere als Betreiber des Labels Bleep43 – eigentlich aus der Techno-Szene bekannt, knüpfen mit ihrem gemeinsamen Projekt aber an kosmische Musik, Drone und Ambient an.

🛒  ALL SKIES HAVE SOUNDED bei Amazon.de kaufen

Das tun sie mit einer Bierernstigkeit, die wohl gespielt ist: Die gestreiften Kutten, die sie bei Auftritten tragen, lassen dann doch eher an die Bananas in Pyjamas als an SunnO))) denken. Zwar mögen auch ihre weitschweifigen Synthesizer-Jams streng nach Räucherstäbchen riechen, im Grunde aber handelt es sich ebenfalls um kaum mehr als das, was zwei versierte Nerds im Austausch mit ihren Maschinen so anstellen können: treibende, trippende Musik, die sich behaglich in einzelnen Sounds verliert und in der Gänze doch einen Sinn für Dramaturgie beweist – langsam, aber spannungsvoll.


ÄHNLICHE KRITIKEN

James Vincent McMorrow :: Grapefruit Season

Der irische Singer/Songwriter hat sich in den ungewohnt bunten Klamottenfundus verirrt.

Mimsy :: Ormeology

Schwelgerisch melancholische Indietronica von Jörg Follert, der mal Wechsel Garland war.

Trümmer :: Früher war gestern

Indie-Rock, der selbst die Tauben zum Singen bringt.


ÄHNLICHE ARTIKEL

Sexualität und Rassismus: Wie rückständig ist „Bridgerton“ wirklich?

Warum bedient sich eine Serie wie „Bridgerton“ einem progressiven Narrativ, um es dann aber nicht konsequent umzusetzen? Eine Analyse.

Dünne Höhenluft, noch dünnere Handlung: Die Serie „Into The Night“ auf Netflix

Fasten your seatbelts: In „Into The Night“, der ersten Netflix-Serie aus Belgien, fliegt eine Passagiermaschine durch die Dunkelheit. Einziges Ziel: dem Tod durch Sonneneinstrahlung zu entgehen. Das absurde Endzeitszenario wird leider holprig erzählt und verliert sturzflugartig an Spannung. Auch eine gute Besetzung rettet das Sci-Fi-Thrillerdrama nicht vor der Bruchlandung.

„Paardiologie“: Intimer Seelen-Strip mit therapeutischer Wirkung

Ein Podcast über Liebe, Sex, komplexe Gefühlswelten und kleine Geheimnisse – klingt erst einmal nicht nach einem besonderen Alleinstellungsmerkmal. Aber „Paardiologie“ mit Charlotte Roche und ihrem Mann Martin Keß ist anders. Besser. Und intimer als alles, was Ihr bisher von fremden Menschen gehört habt. 


Diese 15 Newcomer werden Euch 2019 begeistern
Weiterlesen