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Themba Modern Africa, Part I – Ekhaya


Armada Music

von

Themba hat große Pläne: Der Johannesburger Produzent möchte über zwei Alben den Sound des modernen Afrikas einfangen. Im ersten Teil von MODERN AFRICA geht es um EKHAYA, die „Heimat“, und damit seine eigene musikalische Biografie. Musikalisch überträgt sich das auf stiloffene House- Formeln, die althergebrachte Rhythmen und Jazz oder Disco mit zeitgenössischen R’n’B und Auto-Tune-Beigaben in sich vereinen.

Denn wie MODERN AFRICA als Appell für mehr Gemeinschaftlichkeit verstanden werden soll, ist es das Produkt von mehreren Kooperationen mit Sänger*innen, die den Tracks ihren jeweils eigenen Zungenschlag verleihen. J Something schmachtet, Thakzin verströmt Sade-Vibes, Lizwi bringt auf zwei Stücken ihren Zulu-Background und ihr Interesse an hybriden Formen mit ein, Breden Praise greift auf 90er-R’n’B zurück und Thoko badet Thembas butterweiche Grooves in viel Pop-Pathos.

Zusammen mit einem Basslinegetriebenen Instrumental-Track ergibt das ein differenziertes Bild von Thembas Vielseitigkeit und der Szene um ihn herum.


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