Theme Park Theme Park


Transgressive/Coop/Universal

Wie bitte? Eine Band namens Vergnügungspark? Bei der Suche nach dem richtigen Namen hätten sich diese Neulinge aus London wirklich mehr Mühe geben können. Andererseits sagt er schon aus, worum es der Band um Sänger Miles Haughton geht. Andere Musiker mögen den Existentialismus und die Morbidität bevorzugen und der Verzweiflung nahe sein, das ist ja auch ihr gutes Recht. Für Theme Park ist das nichts, für sie zählt nur eine positive Grundeinstellung. Das spürt man in allen Tracks auf ihrem Debütalbum. Die Single „Jamaica“ war schon ein guter Hinweis, da ging es um Sommerfreundinnen, ein Haus auf der Karibikinsel und gute Getränke. Wenn man das so liest, könnte man denken, dass der Feelgood-Faktor auf der ersten  Platte von Wham! neue Kreise zieht. Nun, die Dekade stimmt schon mal, aber Haughton und seine Kollegen haben sich in geschmackvolleren Regionen der 80er-Jahre umgehört. Ihre Schwäche für Indie-Funk und Jangle-Pop dürfte von Bands wie Orange Juice oder Friends Again herrühren. In „Tonight“ und „Ghosts“ dagegen gibt es Phasen, in denen elektronische Klangkulissen stärker betont werden und man auf Tuchfühlung zu jüngeren Vertretern aus der Cut-Copy-Ecke geht. Theme Park machen darum nicht viel Bohei. Ihre Songs zeugen von einer inneren Ausgeglichenheit, für die man sofort Sympathie empfindet. Happy-go-lucky, mal ganz unpeinlich.


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