Timbaland & Magoo – Indecent Proposal :: HipHop

Produzenten, seien sie auch noch so talentiert, sollten nicht in jedem Fall unter eigenem Namen Platten herausbringen. I Oder haben die Motown-Legenden Holland-Dozier-Holland oder Gamble & Huff, die Könige des Philly-Soul, je etwas Anständiges im Alleingang gemacht? Von einem Timbaland könnte man da eigentlich schon mehr erwarten, wenngleich Früheres von ihm auch nicht gerade euphorisch gestimmt hat. Weder das Debüt mit Magoo.“WELCOME TO OUR WORLD“, noch TIM’S BIO waren echte Sahnestücke. Dieser Trend setzt sich mit Indecent Proposal leider fort. Tim und Magoo haben Freunde und Cheerleaders eingeladen, die stimmlich kräftig Alarm machen, ohne dass das in memorable Momente münden würde. In „Serious“ kläffen verschiedene Menschen, doch man verfällt nicht ernsthaft in Gedanken darüber. Eine Ballade wie „Love Me ist im Timbaland-Kontext komplett überflüssig. „Indian Carpet“ klingt vom Titel her viel versprechend, doch man hebt nicht ab. Es gibt Seispiele für die Ehrenrettung, etwa den osteuropäischen Gesang in „Drama“. Sonst aber heilst es meistens: Tak-tak-tak, bla-blabla, war-war-schon. Paradox, aber wahr: Manchmal scheint es, als habe sich ein Genie die schwächsten Stücke für sich selbst ausgesucht.

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