Two Feat. Rob Halford – Voyeurs

Oh Schreck. Nicht genug, daß Rob Halford – einst (mit Leder und Nieten ausstaffierter) Frontmann der britischen Metal-Legende-Judas Priest – unter dem Namen „Fight“ eine Solokarriere startete. Nun schloß die einstige Nachtigall des Schwermetall sogar einen Pakt mit Industrial-Obermufti Trent Reznor aka Nine Inch Nails, holte Dave Ogilvie (Skinny Puppy) dazu und wähnt sich auf dem Weg ins nächste Jahrtausend. Klar, was dabei herauskommen mußte: ein Gebolze aus Kraftrock und merkwürdigen Soundcollagen. Und Reznor versucht – so wie er es eben auch gelernt hat – urbane Kälte durch Geräuschsequenzen zu erzeugen. Rob Haiford seinerseits verleugnet seine musikalische Vergangenheit und scheitert gerade wegen dieser kläglich. Metal ist immer auch eine Frage des Images. Ritchie Blackmore bei Faith No More? Jon Lord bei AC/DC? Steven Tyler bei Rage Against The Machine? Das klappt nicht. Und so hängen Trent Reznor und Rob Haiford hilflos zwischen Baum und Borke.

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