Unmap Pressures


Sinnbus / Rough Trade

Irgendwann schiebt sich dann ein Cello durch die spärlichen Kulissen. Es ist der Moment, in dem PRESSURES diese unbestimmte Qualität gewinnt, die man nicht erklären, nur spüren kann. Ein Gefühl wie im falschen, aber großartigen Film, eine Irritation zum Wohlfühlen. Es ist jene Qualität, die Erwartungsenttäuschung oder Strukturverschiebung, die aus ganz guter Musik etwas macht, das einen nicht mehr loslässt.

Leicht erklären dagegen kann man die Vorgeschichte des Debütalbums von Unmap: Mariechen Danz, bildende Künstlerin aus Irland, und Alex Stolze, Musiker bei Bodi Bill, Dictaphone u.a., treffen sich bei einem anderem Projekt, beginnen lose miteinander zu arbeiten, finden eine gemeinsame Idee und zwei weitere Musiker. Als Unmap gelingt dem in Berlin ansässigen Quartett nun ein eigenständiger Elektro-Pop-Entwurf. Düster und verteufelt eingängig, ausgestattet mit elegant tröpfelnden Beats und garantiert nicht tanzbar, grandios harmonisch und trotzdem keine Angst vor einer kleinen Lärmattacke. Unmap versöhnen diese Gegensätze, aber ohne aus den Kontras­ten Spannung zu beziehen, sondern ganz selbstverständlich. Große Platte.


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