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William Patrick Corgan Ogilala

BMG Rights/Warner (VÖ: 13.10.)

von

Irgendwann muss sich Billy Corgan in den Nicolas Cage der Rockmusik verwandelt haben. Abgöttisch verehrt für frühe Großtaten, zum Gespött gemacht seitdem. Wer früh blüht, kann eben länger welken – und es den Anhängern nie wieder so recht machen wie im Frühling der Karriere. Dabei sind Film- wie Rockstars auch nur Menschen, und als solcher präsentiert sich Corgan auf seinem zweiten Soloalbum, für das er trotzig unter seinem vollen bürgerlichen Namen firmiert. Der Ernst und die Intimität dieser Entscheidung, sie spiegeln sich in der Musik.

Geschrieben hat er die Songs auf OGILALA zu Piano und Akustischer, im Vordergrund steht seine eigentümliche Stimme und eben der Song. Kein Mahlstrom, kein Rauschen, kein anderer Stil als eben das nackte, hymnische Songwriting – freilich so unverhüllt und karg, dass einem bange werden müsste, hätte nicht Rick Rubin dem Material seine elegante Johnny-Cash-Behandlung angedeihen lassen. Was sparsam klingt, ist alles andere als spröde, bietet bei genauem Hinhören viele Facetten und keine Langweile. Die Streicher klagen, und jede Nuance der nackten Stimme liegt klar zutage. Ein wunderbares Comeback, wenn man ihn lässt. Sollte man.

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