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Woog Riots Alan Rusbridger

From Lo-Fi to Disco!/Broken Silence

von

Der Albumtitel und Songs wie „Moscow Domodedovo“ und „Gentrification“ lassen keine Zweifel daran, dass Silvana Battisti und Marc Herbert alias Woog Riots ihr fünftes Album als universell gültigen Kommentar zum politischen Weltgeschehen verstehen. Wer sonst außer dem eigenwilligen Duo aus Darmstadt würde seine Platte nach dem ehemaligen Chefredakteur des „Guardian“ benennen, der 2013 auf Druck des britischen Geheimdienstes der Zerstörung mehrerer Computer-Festplatten zustimmen musste, auf denen Material von Edward Snowden gespeichert war?

Auf ALAN RUSBRIDGER kombiniert das Duo im heimischen Wohnzimmer, unterstützt von Jörn Elling Wuttke (Alter Ego) und Lolo Blümler, die für den Mix und die Produktion verantwortlich zeichnen, Schrammelgitarren mit Elektroklängen und nostalgischen Drum-Machines-Beat. Heraus kommt ein erstaunlich zugängliches Minimal-Pop-Werk, das in manchen Momenten fast zu gefällig klingt und einen etwas zu hohen Anteil nostalgisch kodierter Sounds aufweist.

Doch abgesehen von diesen kleinen Schwächen funktioniert die Platte als Ganzes, angefangen beim mit dezenter Melancholie veredelten Opener „Devils On Horseback“ über die Indie-Pop-Hymne „George Harrison“ bis hin zum bereits erwähnten Titel „Moscow Domodedovo“, in dem Sängerin Silvana Battisti darüber nachdenkt, wie sich Edward Snowden wohl bei seinem 40-tägigen Zwangsaufenthalt auf dem größten der drei Moskauer Flughäfen gefühlt haben muss.

Woog Riots liefern neues Video zu „Rain“

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