„Rogue One“: Diese Szenen waren zwar im Trailer, haben im Film allerdings komplett gefehlt

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Seit einer Woche läuft „Rogue One: A Star Wars Story“ weltweit in den Kinos und steht (natürlich) auf diversen Kinocharts auf Platz Eins. Der Film wird überwiegend positiv aufgenommen und spielt natürlich jede Menge Geld für Disney ein. Deren Experiment, ein Spin-off ohne Luke Skywalker und Jedi-Ritter auf den Markt zu bringen, geht damit voll auf. Doch anscheinend wurde „Rogue One“ erst in letzter Sekunde zu dem guten Stück Kino, das es letztendlich geworden ist. Den Beweis dafür liefert ein Vergleich zwischen Filmtrailern und fertigem Film.

Als im Sommer bekannt wurde, dass Regisseur Gareth Edwards von Studioverantwortlichen zu Nachdrehs gezwungen wurde, versuchten Disney und Lucasfilm die Wogen zu glätten. Es seien nur kleine Änderungen vorgenommen worden, die zusätzlichen Drehtage seien nicht weit entfernt von der Routine vieler Blockbuster. Nach der Sichtung von „Rogue One“ kann man diese Aussagen allerdings kaum glauben. Zu drastisch und aufwendig scheinen Änderungen im Schnitt und einzelnen Szenen. So ist zum Beispiel einer der bekanntesten Shots aus der Marketing-Kampagne nicht mehr im Film zu sehen:

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Auffälliger noch werden die Reshoots bei einer weiteren Szene, die in den Trailern zu „Rogue One“ prominent hervorgehoben wurden. Im Finale des Films muss Felicity Jones die Spitze einer Imperiums-Basis erreichen. Während im fertigen Film Ben Mendelsohn versucht, sie aufzuhalten, trifft sie im Trailer noch auf einen Tie-Fighter, in dem Fans vor dem Kinostart Darth Vader vermuteten.

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Es entsteht der Eindruck, dass vor allem das Ende des Films deutlich umgebaut wurde. Während die Heldin im tatsächlichen Finale schafft, die Baupläne des Todessterns aus der Basis heraus an die Rebellen zu senden, ging dieser Plan in einer früheren Fassung von „Rogue One“ wohl schief. Den Beweis liefern Trailer und Werbespots, die noch wenige Tage vor Kinostart gesendet wurden.

In einer beeindruckenden Szene aus dem Trailer fliehen Jyn Erso und Cassian Andor hinaus in die tobende Schlacht auf dem „Strandplaneten“. In der Hand hält Jyn Erso (Felicity Jones) dabei deutlich erkennbar die Pläne des Todessterns. In der finalen Fassung des Films haben diese die Basis jedoch niemals verlassen. Achtet bei dem folgenden Ausschnitt auf die linke Hand der Heldin, in der sie die Baupläne hält:

 

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Zumindest das letzte Drittel des Films wurde also wenige Monate vor Kinostart zu Großteilen umgestaltet und nachgedreht. Wie genau es dazu kam, darüber schweigen sich Produzenten und Regisseur Edwards bisher aus. Einige Gerüchte besagen sogar, dass Drehbuchautor Tony Gilroy schlussendlich 40 Prozent des Films nachgedreht hat und Regisseur Edwards entmachtet wurde. Dazu verlor der Film den Komponisten Alexandre Desplat, der durch die Terminverschiebungen keine Zeit mehr für „Star Wars“ fand.

Die Zuschauer können sich über das späte Eingreifen des Studios in die Dreharbeiten freuen – immerhin gilt „Rogue One“ bereits jetzt als einer der besten Filme der „Star Wars“-Reihe. Schade ist allerdings, dass es einige Visuals, auf die man sich im Vorfeld gefreut hat, nicht auf die Leinwand geschafft haben. Eine Auswahl weiterer entfallener Szenen seht Ihr hier:

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Lucasfilm/Disney
Lucasfilm/Disney
Lucasfilm Disney
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