Schließung von Megaupload: Wie geht es weiter?

Das FBI hatte die Online-Plattform Megaupload still gelegt und drei Deutsche festgenommen. Die Hacker-Organisation Anonymous startete daraufhin einen Web-Angriff auf US-Seiten.

Das FBI hat die Online-Plattform Megaupload, eine der größten Börsen für illegal vertriebene Dateien, still gelegt. Ausserdem wurden sieben Verdächtige, darunter drei deutsche Betreiber wie der Unternehmer Kim „Kim Dotcom“ Schmitz, festgenommen. Hacker aus dem Umkreis der Anonymous-Bewegung reagierten prompt: Sie attackierten die Websites von FBI, dem amerikanischen Justizministerium und Seiten der Musikindustrie.

Beamte durchsuchten die Anwesen von Megaupload-Betreibern im neuseeländischen Auckland. Dort stellten sie nach Polizeiangaben Wertgegenstände und Geld im Wert von sechs Millionen neuseeländischen Dollar (ca 3,7 Millionen Euro) sicher.

Hacker reagierten nach den Festnahmen prompt: Die Webauftritte von FBI, dem US-Justizministerium, dem Musikindustrie-Verband RIAA sowie Universal Music wurden mit so genannten Denial-of-Service-Attacken überflutet – dabei werden Server mit sinnlosen Anfragen zum Erliegen gebracht. Die Webseiten fielen daraufhin aus.

Auf Twitter bekannten sich Hacker zu den Angriffen als eine Art Vergeltung für die Megaupload-Schließung.

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