Sharon Van Etten: „Ich bin auf einem Phish-Konzert fast gestorben“

Festivals können eine tolle Sache sein, verlangen dem Körper auch einiges ab. Sharon Van Etten könnte eigentlich mal ein Liedchen davon singen.

Ein Wochenende auf einem Acker in der Provinz zu verbringen, dabei schlecht zu essen, viel zu trinken und vor allem schlecht zu riechen, ist nicht jedermanns Sache. Auch Sharon Van Etten hat so ihre Erfahrungen mit Festivals gemacht – und ausgerechnet auf ihrem ersten im Jahre 1999 hat es die heutige Singer-Songwriterin böse erwischt.

Im Interview mit „The Guardian“ hat sie verraten, dass sie als 17-Jährige bei einem Festival fast das Zeitliche gesegnet habe. „Es war beim Big Cypress in Florida, wo alle Drogen aufgrund eines Deals mit dem Reservat legal sind. Es war eine echte Shitshow. Am Ende des ersten Tages waren alle Klos bis zum Rand gefüllt. Ich laufe in der prallen Sonne herum und merke plötzlich, dass ich anschwelle. Ich hatte diese Schnürsenkel am Handgelenk, weil ich cool war oder so. Da fragte ich meine Geschwister: ‚Das ist seltsam, oder? Das ist nicht normal?'“, so die Sängerin.

War es tatsächlich nicht – Sharon Van Etten hatte wohl einen heftigen Hitzschlag erlitten. Doch anstatt sich um ihre Schwester zu kümmern, ließen ihre Geschwister sie für die Show von Phish auf dem Campingplatz zurück. „…und ich bin umgeben von all diesen Druffis auf dem Campingplatz und denke, dass ich sterben werde.“ Diese Geschichte kriegen ihre Brüder und Schwestern sicher heute noch bei jedem Familientreffen aufgetischt.

Kristina Baum schreibt freiberuflich unter anderem für MUSIKEXPRESS. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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