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Showbühne statt Sportstudio: Erstes „The Masked Singer“-Geheimnis gelüftet

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Was haben Kylie Minogue, Henning Baum, Hans Siegel und Cheyenne Ochsenknecht gemeinsam? Richtig, sie waren alle Teil der gestrigen Auftaktsendung von „The Masked Singer“. Zumindest was die Vermutungen und Spekulationen der Jury anging, wer sich unter den liebevoll gefertigten Kostümen verbergen könnte.

ProSieben schickte gestern seine mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnete Show in die vierte Staffel und ging dabei auf Nummer sicher. Neben der coronakonformen Umsetzung, in der nur Pappaufsteller und die ausgestellten Kostüme der vergangenen Staffeln als stumme Zuschauer*innen teilnahmen, hielt sich die Produktion auch an die altbekannte Showformel. Den Indizien lauschen, Song hören, Namen raten. Nächster.

Einzig der Ratefaktor hat wesentlich zugelegt. Denn mit den frei interpretierbaren Indizien und bis zur Unkenntlichkeit – und rein akustischen Unverständlichkeit – verzerrten Stimmen war zumindest in Folge eins noch kein heißer Tipp zu erkennen. Für Stammjury Ruth Moschner und Rea Garvey sowie Gast Carolin Kebekus ein Startschuss, der nur ins Blaue gehen konnte.

Ein Kostüm, tausend Möglichkeiten

Unterhaltung lieferten die Auftritte der Fabelwesen und Tiere in jedem Fall. Das Spiel mit aufgebauten Erwartungen und abgelieferten Performances verlor zwar spätestens nach der ersten Runde seinen Reiz, aber zumindest Ruth Moschner ließ sich jedes Mal aufs Neue begeistern. Wer oder was auf der Bühne stand, geriet dabei schon fast zur Nebensache.

Ob junges Küken, das nun endlich auf der Showbühne mitmischen will und Gwen Stefanis „Hollaback Girl“ als klare Ansage präsentierte oder das rappende Quokka, das als „DJ Security“ zu Faithless‘ „Insomnia“ abging: Jurorin Ruth Moschner strahlte über die gesamte Sendezeit reine Verzückung aus, mit der sie nicht hinterm Berg hielt. Daneben wirkte Comedian Carolin Kebekus deutlich geerdeter und ließ sich in ihrer Ratelaune weder von Indizien noch von Zuschauermeinungen leiten. Wer unter den Kostümen stecken könnte? Keine Ahnung, aber Spaß macht es trotzdem!

Sänger Max Giesinger, Schauspielerin Nora Tschirner oder YouTuber Unge: Alles potenzielle Namen, die sich unter der „In The Air Tonight“ singenden Schildkröte oder dem tänzelnden Einhorn befinden könnten. Einzig Rea Garvey hielt sich nach seiner amüsanten „Katzen“-Blamage mit Vicky Leandros aus der vergangenen Staffel deutlich zurück. Aber es ist ja erst der Anfang.

Katrin Müller-Hohenstein ist raus

Für Katrin Müller-Hohenstein geht es allerdings nicht mehr weiter: Sie fliegt als erste Kandidatin aus der Show. Als Schwein mit Putzfimmel sang sich die Moderatorin vom „aktuellen Sportstudio“ mit Bob Marleys „Sun Is Shining“ ins Aus und ermöglichte den verbleibenden Wackelkandidaten Flamingo, Einhorn und Monstronaut den Einzug in die nächste Runde.

Zwischen den Tipps der Jury und dem Top-Favoriten der Zuschauer*innen lagen indes ganze Universen. Während bei der Jury Senta Berger, Maria Furtwängler und Iris Berben hoch im Kurs stand, vermuteten die Zuschauer*innen IT-Girl und „Dschungel-Queen“ Evelyn Burdecki unter dem Kostüm. Dass am Ende Katrin Müller-Hohenstein zum Vorschein kommt, hatte niemand auf dem Zettel. Der beste Beweis, dass wirklich jeder unter den Masken stecken kann. Vielleicht auch Kylie Minogue.

Die zweite Folge „The Masked Singer“ läuft am 23. Februar 2021 um 20:15 Uhr auf ProSieben. 

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