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Nachbericht

Die anmutige Fuck-Off-Attitüde: Skunk Anansie live in Berlin

Ihre neue Single „What You Do For Love“ umfasst Skunk Anansie im Prinzip ganz gut: Politik und Liebe gehörten in ihren Texten schon immer zusammen. Am 25. Januar dieses Jahres erschien ihr Jubiläumsalbum 25Live@25, die britische Rockband mit der einzigartigen Stimme ihrer Sängerin Skin feiert diesen Sommer auch in Deutschland mit fünf Konzerten ihr 25-jähriges Bestehen.

Rückblende: 1994 begann in den USA der Anfang vom Ende des Grunge, Pop-Punk war ein Ding. Skunk Anansie traten in Großbritannien zur gleichen Zeit mit Crossover oder ihrer Version davon an. Damals wie heute bestand die Band aus Frontfrau „Skin“ (Deborah Anne Dyer), Gitarrist „Ace“ (Martin Ivor Kent), Basser Richard Keith Lewis und Schlagzeuger Mark Richardson. 1995 erschien PARANOID AND SUNBURNT, hatte mit dem aufkommenden Britpop so gar nichts gemein und machte Skunk Anansie in ihrer Heimat schlagartig bekannt. Das Hitalbum STOOSH startete auch in Deutschland durch und unterstrich, dass man es hier mit mehr als einer Diversity-Formation zu tun hatte. Doch während sich hierzulande POST ORGASMIC CHILL (1999) noch prächtiger verkaufte, ging der Applaus in England bereits zurück. 2001 lösten sich Skunk Anansie für Soloprojekte ihrer Mitglieder auf, kehrten 2008 zurück und veröffentlichten seitdem drei weitere, weniger bekannte Studioalben. Die aktuelle Jubiläumstour gibt einen Überblick über das bisherige Schaffen und gilt als Dank für die treuen Fans.

Eben diese Fans waren am Abend des 21. Juli denn auch zahlreich und in dunklen T-Shirts in die Columbiahalle in Berlin gekommen. Sie trafen, etwas erstaunt, auf die Neogrunger ALLUSINLOVE als Vorband. Die langhaarigen Jungspunde in ihren Flamellhemden stellten ihr neues Album IT’S OKAY TO TALK vor und bemühten sich redlich, die vorrangig vertretenden Generationen 30+ und 40+ zu unterhalten. Das klappte spätestens mit der wilden Single „All Good People“. Heavy Soli und griffige Singalongs könnten mit diesen Konzerten den vier Typen aus Yorkshire einen Aufstieg in Europa bescheren.



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