Späte Erleuchtung

Yusuf Islam schließt mit Cat Stevens und dessen früheren Werken seinen Frieden.

Der Mann mit den drei Namen: Geboren 1948 als Steven Demetre Ceorgiou, mutierte er 1966 zum Weltstar Cat Stevens, um sich 1979 doch lieber Yusuf Islam zu nennen. Die Gitarre hängte er an den Nagel, konvertierte zum Islam und widmete sich in London dem Aufbau von Koranschulen. Und wenn er doch mal wieder musizierte, dann resultierte das in erbaulichen Werken zum höheren Ruhme des Propheten. Seine musikalische Vergangenheit schien im richtiggehend peinlich. Für Yusuf Islam war Cat Stevens lediglich ein „fehlgeleiteter Jugendlicher“. Doch nun wird alles anders: „Ich habe heute eine differenziertere Meinung über meine Musik. In ihr stecken Botschaften, die zum Teil noch heute gültig sind.“ Die Aussöhnung mit der eigenen Vergangenheit trägt Früchte: Islam betreute die Compilation „Remember Cat Stevens – The Best Of“ sowie die Wiederveröffentlichung einiger Alben aus den Siebzigern. Die Erlöse kommen Wohltätigkeitsorganisationen für bosnische Flüchtlinge zugute.

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