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Spider-Man-Musical: Die Pannenshow bricht Broadway-Rekorde

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Es war eine Nummer zu viel des „Gutgemeinten“, dachte man während der Entstehung des Musicals „Spider-Man: Turn Off the Dark„. Das Musical, das U2’s Bono und The Edge musikalisch zum Rock-Musical stilisierten, hat in der Entstehungsphase schon einige „Todesurteile“ der Kritiker einstecken müssen. Neben scharfer Kritik an den hohen Produktionskosten, die mit 70 000 Dollar die bisher höchsten in der Musical-Geschichte waren, gab es schwere Verletzungen der Schauspieler im Zuge der aufwändigen Stunts, Personalwechsel, und eine Premiere, die sich ganze sechs Mal nach hinten verschob. Nachdem Regisseurin July Taymor wegen massiver Kritik im März gefeuert wurde, wurde Philip William McKinley ihr Nachfolger. Statt im März 2011 fand die Premiere im Juni 2011 statt.

Das Musical mit Blockbuster-Held Spider-Man, dem Antagonisten Calculus und Musik der U2-Stars ging damals vor der eigentlichen Erstaufführung schon als „Pannenshow“ der Broadway-Geschichte ein. Selbst der musikalische Heldenkumpane Bono des Spinnenmanns stimmte den Kritiken zu und sagte, es sei das schlimmste Musical, das jemals gemacht wurde.

Und nach gut einem halben Jahr Spielzeit steht fest: „Spider-Man: Turn Off the Dark“ ist das erfolgreichste Musical der Broadway-Geschichte. Laut Daily Telegraph spielte das Musical mit den ersten neun Shows nahezu drei Millionen Dollar ein, womit ein Einnahme-Record erzielt wurde und das Musical „Wicked“ vom Thron weichen muss.

Es ist ein glückliches Zahlenbekenntnis. Ein ambivalenter Broadway-Meilenstein. Und mal ein ganz anderer U2-Erfolg. So wird es für Bono vom schlimmsten zum erfolgreichsten Musical, das jemals gemacht wurde.


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