Super Bowl: Halbzeitshow von Bad Bunny verfehlt knapp Rekord

Seine Performance war ein Ereignis, doch bei den Zuschauerzahlen muss sich Bad Bunny anderen Halbzeitshow-Superstars (knapp) geschlagen geben.

Eine Liebeserklärung an Amerika, ein nahezu cineastisches Setting, eine On-Air-Hochzeit, Gaststars wie Lady Gaga und ganz viel Harmonie: Bad Bunnys Halbzeitshow beim Super Bowl setzte Maßstäbe.

Kritiker schwärmten von einer der besten Auftritte bei dem Sport-Event. Kolleg:innen konnten sich vor Begeisterung kaum einkriegen. Nur US-Präsident Trump fand es eher so mäßig.

Einen Zuschauerrekord konnte der lateinamerikanische Rapper indes nicht brechen, wie die nun veröffentlichten Einschaltquoten belegen. Nach den neusten Zahlen, die das Marktforschungsunternehmen Nielsen herausgegeben hat, schauten in den USA beim Super Bowl LX inklusive Halbzeitshow durchschnittlich 124,9 Millionen Menschen zu, während allein Benitos Halbzeitshow 128,2 Millionen Zuschauer anzog.

Kendrick Lamar zog im vergangenen Jahr etwas mehr Fans an (Super Bowl 127,71 Millionen Zuschauer, Lamars Performance 133,5 Millionen Zuschauer). Dennoch ist der aktuelle Super Bowl die zweitmeistgesehene Fernsehsendung in der Geschichte des amerikanischen Fernsehens und Bad Bunnys Auftritt die viertmeistgesehene Halbzeitshow in der Geschichte des Super Bowl.

Diese Stars zogen beim Super Bowl mehr als Bad Bunny

Mehr Einschaltquote als Bad Bunny und Kendrick Lamar holten nur Michael Jackson (1993) und Usher (2004). Zieht man nun aber noch die nachträglichen Abrufe der Halbzeitshow des Puertoricaners im Internet hinzu, dann dürfte der Rekord ganz sicher doch bei Bad Bunny landen (auch wenn es nachvollziehbarerweise keine Vergleichswerte zu früheren Gigs gibt, wo das noch nicht möglich war).

Wie Ripple Analytics laut „Variety“ meldete, wurde die Halbzeitshow des Rappers innerhalb von 24 Stunden insgesamt vier Milliarden Mal aufgerufen. Die NFL ergänzte dazu noch, dass die drei meistgesehenen Social-Media-Beiträge ihrer Geschichte allesamt Ausschnitte aus des Auftritts von Bad Bunny waren.

Marc Vetter schreibt freiberuflich unter anderem für MUSIKEXPRESS. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.