SXSW 2014: Lady Gaga ist ein angekotztes Spanferkel

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Für ihre Performance zu 'Swine' lässt sich Lady Gaga ankotzen...

Ist das Kunst oder kann das weg? Jüngst erregte Stefani Germanotta, besser bekannt als Lady Gaga, wieder einmal Aufmerksamkeit. Zum kotzen war das.

Dass die Dame seit je her möglichst provokant um Beachtung buhlt, dürfte hinlänglich bekannt sein. Ob im rohen Fleischkleid, mit Penisabsätzen oder im Ei-Kokon – die Popdiva weiß sowohl mit ihren Outfits, als auch mit ihrer Musik zu schockieren.

Die Grenzen zwischen Provokation und Perversion scheinen fließend, so hat Lady Gaga nun bei ihrer Performance am SXSW-Multimedia-Festival in Austin, Texas, erneut fragwürdigen Geschmack bewiesen: Als sie mit ihrem Song „Swine“ auftrat, ließ sie sich von der englischen Aktionskünstlerin Millie Brown mit leuchtend grüner Flüssigkeit ankotzen. Anschließend ritten sie gemeinsam auf einem überdimensionalen Rodeobullen und rieben sich aneinander, während Millie noch ein wenig mehr Mageninhalt ans Tageslicht und auf Fräulein Gaga beförderte. „Fuck you pop music, this is Artpop!“, schrie Gaga und sang die letzten, sehr passenden Zeilen ihres Songs: „I know you want me, you’re just a pig inside a human body – squealer, squealer, squeal out, you’re so disgusting“.

In derselben Show ließ sich Gaga während ihrer Performance zu „Aura“ außerdem ein wenig rösten: An einem riesigen Grillspieß gebunden wurde die Sängerin über einem künstlichen Feuer langsam gedreht und immer wieder vom Grillmeister mit einer Zange angetestet.

Im Netz ist die Aufregung nun groß. Worte wie „ekelhaft“, „abartig“ und „peinlich“ beherrschen den Grundtenor, die Debatte rund um Kunst oder unnötige Provokation ist groß.

„Traurig… als ob es nicht schon genug Menschen gibt, die Essstörungen verherrlichen. Das Wort KUNST hinzuzufügen ist noch lange keine Freikarte dafür, zu tun was man will und dabei keine Konsequenzen zu spüren“, twitterte Sänger Demi Lovato über die Kotz-Performance.

Naheliegend nun die Annahme, dass die ganze Aktion lediglich als Promotion ihres im November 2013 veröffentlichten Albums ARTPOP dient, welches sich bisher als Lady Gagas größter Flop entpuppte.



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