SZA vs. KI – warum Musiker:innen jetzt handeln müssen
Warum SZA nicht gegen Pop-Girls kämpft, sondern gegen KI – und was das über Schwarze Musik, menschliche Kreativität und die Zukunft von Streaming aussagt.
SZA kündigt der KI den Kampf an. Die R&B-Musikerin machte in einem neuen Interview ihre Meinung zu Künstlicher Intelligenz in der Musikszene öffentlich – und diese ist eben keine gute.
KI trifft Schwarze Musik unverhältnismäßig hart
„Ich konkurriere nicht mit den Pop-Girls. Ich konkurriere nicht mit den R&B-Girls. Ich konkurriere mit dem Anti-Intellektualismus und dem einfachen Weg“, so SZA im Gespräch mit „ID“ und meint damit die verstärkte Nutzung von Künstlicher statt echter Intelligenz.
In Bezug auf die Nachahmung von Kunst und Musik mithilfe von KI erklärte sie weiterhin: „Es passiert unverhältnismäßig oft bei Schwarzer Musik.“ Sie machte aber auch klar, dass sie der Auffassung ist, KI-generierte Musik wäre stark stereotyp aufgemacht – Menschlich- und Vielschichtigkeit zu simulieren, wäre für die aktuellen Systeme in ihren Augen nicht möglich.
Xania Monet: Die erste KI-Sängerin der Billboard-Charts
Das Thema KI und Musik ist in den letzten Jahren immer relevanter geworden. Der Kommentar von SZA betraf insbesondere KI-generierte Künstler:innen wie Xania Monet, die die Schlagzeilen beherrschte, nachdem sie als erste KI-Sängerin in den Billboard-Rankings erschien und einen Musikvertrag abschloss.
Xania Monets Internetauftritt gleicht dem eines realen Menschen – auf ihrem Instagram werden regelmäßig Beiträge und Storys veröffentlicht.
Auch Kehlani meldete sich in Bezug auf Monet zu Wort und sagte, dass die Verbreitung von KI völlig außerhalb der Kontrolle von echten Künstler:innen liege, was ein Problem sei.
Streaming-Plattformen reagieren
Musik-Streaming-Dienste wie Apple Music haben inzwischen neue Regelungen im Umgang mit KI-Musik eingeführt. Bei Apple Music wird Hörer:innen angezeigt, wenn die Musik, die sie hören, mit Künstlicher Intelligenz geschaffen wurde.
Bandcamp hat alle KI-generierten Lieder von seiner Plattform gestrichen. Spotify gab ebenfalls an, KI-Inhalte zu reduzieren und 75 Millionen KI-generierte Tracks – insbesondere Nachahmungen – von der Plattform zu löschen.
Auswirkung von KI auf die Umwelt
Die Abneigung von SZA gegen KI währt schon länger. Bereits im Sommer 2025 postete die Sängerin etwas zum Thema. Sie schrieb: „Hey, ich hasse KI … Menschen und Kinder sterben aufgrund der Schäden und Umweltverschmutzung, die KI-Energiezentren verursachen … Bitte nutzt Google, um zu erfahren, wie viel Energie und Umweltverschmutzung der Betrieb von KI verursacht.“
Dabei sprach sie auch Umweltrassismus an – eine rassistische Diskriminierung bei der Umsetzung von Umweltregulierungen, von der insbesondere ethnische Minderheiten durch Umweltverschmutzung belastet werden.
„Ghost in the Machine“: KI als Songthema
Auch in ihrem Song „Ghost in the Machine“ von dem Album SOS thematisiert sie Künstliche Intelligenz: „Let’s talk about AI, robot got more heart than I / Robot got future, I don’t / Robot got sleep but I don’t power down.“
Die 32-Jährige gedenkt demnach nicht, ihren Kampf gegen die Künstliche Intelligenz aufzugeben. Am 20. Februar veröffentlichte sie ihren neuen Song „Save the Day“, der zum Soundtrack des Disney-und-Pixar-Films „Hoppers“ gehört.

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