Tekashi 6ix9nine wird zu zwei Jahren Haft verurteilt

Ein Gericht in New York hat US-Rapper Tekashi 6ix9ine am 19. Dezember 2019 wegen Mitgliedschaft in einer Bande zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Gemessen an dem Strafmaß, das ursprünglich im Raum stand, ist 6ix9ine glimpflich davongekommen. Es hieß vor Prozessbeginn, dass ihn bis zu 47 Jahre Gefängnis erwarten könnten. Die 13 Monate, die Tekashi 6ix9ine bereits in Haft verbracht hat, gelten als abgeleistete Zeit, was bedeutet, dass er elf weitere Monate hinter Gittern verbringen muss und voraussichtlich schon Ende 2020 wieder auf freiem Fuß sein wird. Nach seiner Freilassung muss er zudem 300 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten und eine Geldstrafe von 35.000 US-Dollar zahlen.

Für den 23-Jährigen, dem zahlreiche Straftaten wie Schutzgelderpressung, Waffenbesitz, Drogenhandel und Verschwörung zum Mord vorgeworfen wurden, bedeutet das ein relativ mildes Urteil. Tekashi 6ix9ine hatte auf schuldig plädiert, seine Anwälte hoben seine Kooperation mit dem Gericht hervor.

Daniel Hernandez, wie der Musiker mit bürgerlichem Namen heißt, erschien seit Mitte September in New York als Kronzeuge vor Gericht, um gegen zwei Mitglieder der Gang „Nine Trey Gangsta“ auszusagen. Hernandez erhoffte sich von seiner Kooperation mit der Staatsanwaltschaft ein niedrigeres Strafmaß – mit Erfolg.

Bereits im Februar hatte sich der Rapper zu den gegen ihn vorgebrachten Anklagen schuldig bekannt. In seinem Schuldbekenntnis gab 6ix9ine zu, der Gang im Herbst 2017 beigetreten zu sein und jemanden engagiert zu haben, um auf seinen Rapper-Kollegen Chief Keef zu schießen. Außerdem sei er tatsächlich in bewaffnete Überfälle sowie in den Verkauf von Heroin involviert gewesen.

Anfang dieser Woche schickte 6ix9ine einen reumütigen Brief an Richter Paul Engelmayer, der um eine milde Strafe bat. In dem Brief schrieb er, dass er sich immer noch als „Vorbild für Millionen von Menschen als Künstler, Berühmtheit und Mensch“ betrachte. Er fuhr fort: „Es tut mir wirklich leid, welchen Schaden ich angerichtet habe. Wenn ich eine zweite Chance bekomme, werde ich dieses Gericht nicht enttäuschen, ich werde mein restliches Leben darauf verwenden, anderen zu helfen nicht die gleichen Fehler zu machen, die ich gemacht habe.“



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