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Terrorgefahr bei Rock am Ring: Die Polizei unterbricht das Festival

+++ Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert +++

Bereits am ersten offiziellen Festivaltag kam es bei Rock am Ring zu einer Unterbrechung der gesamten Veranstaltung. Doch nicht – wie im vergangenen Jahr – das Wetter war der Grund für Komplikationen, sondern ein Einsatz der Polizei.

Aufgrund einer terroristischen Gefährdungslage hat die Polizei die Besucher dazu aufgerufen, das Gelände, auf dem Bühnen und Stände stehen, zu verlassen. Die Konzerte wurden unterbrochen, am Samstag soll das Event fortgesetzt werden. Dies ist zumindest der aktuelle Stand der Dinge. Die Veranstalter informierten auch via Facebook über die Maßnahme. Hier der Wortlaut:

„AUFGRUND EINER TERRORISTISCHEN GEFÄHRDUNGSLAGE HAT DIE POLIZEI DEN VERANSTALTER VON ROCK AM RING VORSORGLICH ANGEWIESEN, DAS FESTIVAL VORLÄUFIG ZU UNTERBRECHEN, AUCH UM IM VERANSTALTUNGSBEREICH ERMITTLUNGEN ZU ERMÖGLICHEN.

Deshalb wurden alle Besucher gebeten, das Festivalgelände kontrolliert und ruhig in Richtung Ausgänge und Campingplätze zu verlassen. Der Veranstalter informiert laufend über die weitere Entwicklung über Social Media, die Medien und Radio. Die Veranstalter hoffen, Rock am Ring morgen fortsetzen zu können.“

In einer ersten Pressekonferenz hieß es, dass gefälschte Mitarbeiterpässe gefunden worden seien, die Identität einer oder mehrerer Personen habe nicht klar festgestellt werden können. Ob das Festival am Samstag und Sonntag wieder fortgeführt oder komplett abgesagt wird, ist noch nicht bekannt. Marek Lieberberg sprach vor der Presse jedoch bereits davon, dass die Veranstalter alles richtig gemacht hätten und dass die Polizei mit ihrer „Präventivmaßnahme“ eventuell überreagiert haben könnte. Ein Abbruch sei ihm zufolge vorzeitig gewesen. Er fühlt sich und sein Festival als „Prügelknabe“, für den offenbar ein Sonderrecht bei Terrorwarnungen gelte. Lieberberg fordert in Rage unter anderem, dass zukünftig auch Gefährder festgenommen werden: „Wir zahlen den Preis für den Skandal um Anis Amri, das sage ich Ihnen hier an dieser Stelle!“

Marek Lieberberg auf der Pressekonferenz zur Terrorwarnung bei Rock am Ring 2017:



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