The Depressions – The Depressions

Mag sein, dass Punk zum überwiegenden Teil eine Art-School-Geschichtewar. Dass die Straße dabei aber nicht zu kurz kam, dafür sorgten vier Teenager aus Brighton, die standesgemäß bei dem von Slade-Manager Chas Chandler für seine alternde Rüpel-Truppe gegründeten Indie-Label Barn unterschrieben und mit „Living On Dreams“ und „Street Kid“ die vielleicht authentischsten Hymnen einer Generation zwischen Hoffnungslosigkeit und Wut ablieferten. Das Debütalbum „The Depressions“ klingt roh wie eine zerschrammte Faust, und die Stimme von Bassist und Sänger Dave Barnard (heute ein Musiklehrer) ist ein Gänsehaut-Garant, aber dass die vier Rinnsteinschnepfen ursprünglich als Small Faces-Coverband begonnen und in schwitzigen Rockerkellern Spielpraxis gesammelt hatten, hört man ihrem unwiderstehlichen Groovean, der wiederum Chas Chandlers Schützlingen als Vorlage für ihr Revival diente.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.