The Stranglers – Black & White

1974 fingen sie als Pub-Rocker an, dann verschafften sich die vier „Würger“ aus Guildford Eintritt in den weiteren Punk-Kreis mit frauenfeindlichen Sprüchen (und Texten!), rotzigem Auftreten, Lederklamotten und einem Brutalo-Image, das Jean-Jacques Burnels röhrender Bass und Hugh Comwells Gangster-Stimme musikalisch umsetzten. Zwei Alben lang rockten die Stranglers bieder bis brachial dahin, dann kam „Black & White“, das in seiner kompromisslosen Abwendung von jeglichem Schönklang auch hart gesottene Hörer in Angst und Schrecken versetzte, dennoch erstaunliche Ohrwurmqualitäten aufwies und mit „Nice & Sleazy“ einen Evergreen abwarf. Ihre Vorliebe für spontane Schlägereien und wüste „Scherze“ sorgte während der Promo-Aktivitäten für das Album für den endgültigen Bruch mit der Presse, die die Band danach total ignorierte.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.