Behind the Scenes: Rammstein feuern mit Maschinenpistolen

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Vor gut zwei Wochen, am 29. April, haben Rammstein nicht nur ihre achte Studioplatte ZEIT herausgebracht, sondern auch den darauf zu findenden Song „Angst“ als Single ausgekoppelt – inklusive schaurigem Musikvideo, in dem die Bandmitglieder unter anderem mit Maschinenpistolen um sich feuerten. Nun hat die erfolgreichste aller deutschen Bands eine „Behind the Scenes“-Fotostrecke zum Videodreh auf Instagram veröffentlicht. Darauf zu sehen sind unter anderem die Rammstein-Gitarristen Richard Kruspe und Paul Landers, wie sie mit Maschinenpistolen hantieren.

 

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Die dunkle Seite der Angst

Die Bebilderung des achten Stücks auf ZEIT stützt den Text, der von Ressentiments und kollektiver Paranoia handelt: Verstehen sich die Bandmitglieder beim Würstchenverzehr zu Beginn noch prächtig, wächst nach und nach die Skepsis. Aus dem Internet ziehen sie sich vermeintliche Informationen, die ihre Angst in Panik verwandeln und schließlich in Feindseligkeit kanalisiert. So werden Stacheldraht ausgerollt, Wände hochgezogen und Überwachungskameras installiert, um die anderen zu beschatten. Gegen Geld liefern Cheerleader dann Maschinengewehre, die letztlich auf die Bildschirme gerichtet werden. Am Ende zeigt, sich wohin der kollektive Wahn führt – so verschlingt ein schwarzes Loch die Gruppe um Till Lindemann.

„Eine Art Exorzismus“

Im November 2021 hatte Gitarrist Richard Kruspe bestätigt, dass die nächste Rammstein-Platte noch vor Beginn der nächsten Tournee veröffentlicht werden soll – er behielt Recht: Am 29. April ist mit ZEIT das achte Studioalbum der Gruppe erschienen. ME-Kolumnistin und -Autorin Julia Friese hat sich die elf neuen Stücke in der aktuellen Ausgabe des MUSIKEXPRESS zum Anlass für ein ausgedehntes Essay genommen. Sie befand: „ZEIT, das neue Rammstein-Album, ist eine Platte wie ein Konzert, und ein Rammstein-Konzert ist eine Art Exorzismus. Ist eine Darbietung deutscher Grobheit. In Uniform und von Flakscheinwerfern beschienen, wird die Grobheit so überzogen, ja, oft sogar bis ins Lächerliche hinein, dass man sie sich aus dem Leib marschieren kann. Die Groteske dieses Landes.“


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