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Thomas Gottschalk: Taktloser Witz auf Kosten von Joko Winterscheidt

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Am Dienstagabend (2. Februar) wurde auf ProSieben die vorerst letzte Folge von „Wer stiehlt mir die Show?“ ausgestrahlt. Nachdem der deutsche Schauspieler Elyas M’Barek die vierte Folge der TV-Show gewann, trug sie seinen Namen im Titel: „Wer stiehlt Elyas M’Barek die Show?“. Bislang setzte er sich gegen Joko Winterscheidt, eigentlicher Moderator des Formats, Palina Rojinski und Thomas Gottschalk durch. Zu Beginn der Sendung wurde der 38-Jährige sogar von Show-Legende Gottschalk anmoderiert und durfte zur „Wetten, dass..?“-Hymne ins Studio einlaufen.

Daraufhin fragte Elyas M’Barek den ehemaligen Show-Master: „Thomas, ich habe gehört, dass du angeblich immer nach deinen ‚Wetten, dass..?‘-Sendungen deine Mutter angerufen hast. Ist das richtig? Ich habe mir nämlich überlegt, ich würde jetzt gerne meine Mutter anrufen und würde mich freuen, wenn du sie in der Sendung grüßen könntest.“

Während er weiterhin mit M‘Barek scherzte, sagte Gottschalk nachfolgend zu Joko: „Aber wenn Joko zu Hause anruft, geht die Mutter nicht ans Telefon. Das ist der Unterschied.“ Winterscheidt lachte zwar, erwiderte Gottschalk jedoch: „Das war von allen Gags, die du bisher gemacht hast, der böseste überhaupt.“

Und das war dieser Witz tatsächlich, denn die Mutter von Joko Winterscheidt starb an Brustkrebs, als er sechs Jahre alt war. Ob Gottschalk davon wusste und demnach bewusst einen bösen Witz riss, ist nicht bekannt.

Die Serie wird voraussichtlich fortgesetzt, so versicherte Winterscheidt: „Wir sehen uns wieder, versprochen“. Auch der Sender ProSieben bestätigte, dass in diesem Jahr noch eine zweite Staffel ausgestrahlt wird.

Empörung über Rassismus-Debatte

Vergangenen Sonntag (31. Januar) lösten Ausschnitte der WDR-Talkshow „Die letzte Instanz“ einen heftigen Shitstorm aus. In dieser diskutierten Gottschalk, Janina Kunze, Jürgen Milski und Micky Beisenherz mit Moderator Steffen Hallaschka unter anderem „über Rassismus und den einhergehenden Sprachgebrauch.

Grund des Gegenwindes waren Beschwerden über die lapidare und rassistische Auseinandersetzung mit diesem Thema. Auch der Fakt, dass es sich in dieser Diskussionsrunde um weiße, privilegierte Personen des öffentlichen Lebens handelte, die nicht von  Rassismus betroffen sind, löste Empörung bei Zuschauer*innen aus.

Moderator*in Janina Kunze und Micky Beisenherz reflektierten ihre Aussagen in der Show und entschuldigten sich bereits am Sonntagabend über ihre sozialen Netzwerke. Von Thomas Gottschalk gibt es bislang keine öffentliche Stellungnahme oder gar Entschuldigung.


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