Interview

Tigermilch im Interview: „Inzwischen macht uns das schon auch’n bisschen Spaß, Musik!“

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Keine Ahnung, wie Tigermilch schmeckt. Aber es klingt, als könnte es an den kommenden Tagen aus so einigen Boomboxen auf sonnenbeschenkten Parkdecken erklingen. Nicht ganz unwahrscheinlich, denn Tigermilchs Debütalbum GELABER erscheint am 08. April.

Wie’s so oft anfängt, sind es zunächst erst mal zwei Jungs aus Köln, die Bock haben Mukke zu machen – Ben Werchohlad (Gesang und alles, was Tasten hat) und Philipp „PHYLLO“ Georg Schmidt (Schlagzeug, auch Produzent) gründen 2018 ein Musikprojekt, aus dem sich schließlich Tigermilch entwickeln soll. Der Bassist und angehende Psychotherapeut Eric Wieben stößt 2019 dazu.

Zu Beginn ihrer Reise sind die Bandplätze noch recht ungefestigt – am 13. März 2020 spielen sie dann im Halllmackenreuther in Köln vermutlich eines der letzten Konzerte vorm Lockdown. Drei Tage später werden die ersten Einschränkungen beschlossen. Abseits dessen ist dies auch ihr erster Auftritt mit der aktuellen und nun festen Besetzung; Tamim Ebadie hilft beim Konzert als Gitarrist aus, indem er innerhalb weniger Tage alle Stücke lernt. Es scheint sich ausgezahlt zu haben.

Während der Pandemie schafft die Band beides: die übliche Prokrastination, wie auch produktiv zu sein. Sie spielen ein Benefiz-Konzert vor einer Kölner Bar, mit kleinen Amps im Park sowie auf offenen Bühnen in ganz Deutschland. Nun erscheint ihr Debütalbum GELABER. In kompletter Eigenregie nehmen sie es im WG-Zimmer auf. Der befreundete Musikproduzent Jonas Hipper, der unter anderem mit 2LADE zusammenarbeitete, mastert das Album. Die Kombination aus ineinanderfließenden Genres von Jazz bis Indie wie auch dem Verweigern klassischer Pop-Strukturen macht die Platte ebenso komplex wie angenehm zu genießen. Womit die Band eine breite Masse an Publikum abgreifen könnte, ohne verwaschen oder einfältig zu klingen.

Dem MUSIKEXPRESS gaben Tigermilch ein exklusives Interview zum Release ihrer ersten Platte. Darin erzählt die Band, wie das Album entstanden ist, klären auf, ob es Strahlenkanonen auf ihren Konzerten gibt und stellen sich die Frage, ob man es „eineinhalb Stunden snoozen“ oder „drei Wecker ignorieren“ nennen sollte. Auch wo die Reise hinführen könnte, wird zumindest angeteasert – ein Zwischenstopp bei der Geburtstagsfeier von PHYLLOs Eltern ist obligatorisch. Wir drücken die Daumen für das bevorstehende Abenteuer. Denn bisher war es zwar schön im Auenland – die Millionen Klicks für den Track VERSPRECHEN konnten sie da schon mal abgreifen – Tigermilch will allerdings raus auf die Bühnen.

Tigermilch im Interview:


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