Top 5: die besten Musikvideos der Woche

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Speech Debelle – I’m With It
„Das sind so viele Worte“, sagte ein Kollege neulich in der Konferenz über „Freedom Of Speech“, das neue Album von Speech Debelle. Hat er natürlich recht, aber in „I’m With It“ werden diese vielen Worte mit einer feierlich bei R’n’B und Gospel anklopfenden Hookline gekreuzt. Das Ergebnis: ein Riesenhit, der im Video mit Working-Class-Alltag zwischen Geburt und Gottesdienst illustriert wird. Schön.

Gary – Love Is Love
Mit den Damen und Herren von Gary teilen wir uns offenbar Bestandteile der musikalischen Sozialisation: Zumindest hören wir bei „Love Is Love nicht nur ein bisschen Folk, sondern auch eine gute Kante dessen raus, was wir in den Frühneunzigern mochten, etwa die Lemonheads, Teenage Fanclub und vor allem Buffalo Tom. Visuell flankiert wird das von freundschaftlicher Wald- und Wiesenromantik.

The Rapture – In The Grace Of Your Love
Dass der Song einer der besten des vergangenen Jahres ist, haben wir bestimmt schon irgendwo mal erwähnt. Das Video flankiert dessen Qualitäten gut und erinnert uns in seinem Spiel mit Licht und Schatten, mit Filtern und Nebel ein bisschen an die Olafur-Eliasson-Ausstellung , die vor zwei Jahren im Berliner Martin-Gropius-Bau stattfand.

Shearwater – Breaking The Yearlings
„Neulich, beim Tierpräperator“ vs. „Pygmalion“. Shearwater, die grimmigen Noir-Folkrocker aus Austin, Texas, legen mit „Breaking The Yearlings“ eines der bisher verstörendsten Musikvideos des Jahres vor. Unsere Lieblingsstelle: die mit den Augen!

Nicolas Jaar – Materials
Es bleibt beklemmend: In „Materials“ lässt Nicolas Jaar beziehungsweise dessen Regisseurenteam Pondr einen kleinen Jungen ein Spielzeugklavier auspacken. Das Ergebnis: So eine Art Spaziergang, der einen klug inszenierten Dialog von Ton und Bild zeigt und den Protagonisten durch karge Gänge, an Obstschalen vorbei und mitten in den Wald führt und in einer hübschen Auflösung mündet.


Die 700 besten Songs aller Zeiten: Plätze 10 bis 1
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