„Und morgen die ganze Welt“ – Deutscher Film soll ins Oscar-Rennen gehen

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Das letzte Mal, dass ein deutscher Film die heißbegehrte Trophäe aus Hollywood mit nach Hause brachte, ist mittlerweile ein paar Jahre her – „Das Leben der Anderen“ gewann im Jahr 2007 in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ den Oscar. Mittlerweile heißt die Sparte „International Feature Film“ und für diese soll 2021 nun „Und morgen die ganze Welt“ von der Regisseurin Julia von Heinz ins Rennen geschickt werden.

Zum Inhalt des Dramas: Die Jurastudentin Luisa, gespielt von Mala Emde, verschreibt sich neben dem Studium dem antifaschistischen Aktivismus. Dass der Kampf gegen rechte Populist*innen und Nazis schnell in physische Gewalt münden kann, wird ihr allerdings schon bei ihrer ersten politischen Aktion klar. Der Film beschäftigt sich mit der Frage: Ist Gewalt wirklich notwendig und alternativlos, wenn es um die Verteidigung der Demokratie geht? „Und morgen die ganze Welt“ ist also ein hochpolitisches wie aktuelles Werk, das bereits bei den internationalen Filmfestspielen in Venedig gefeiert wurde und Emde sogar eine Auszeichnung als Beste Darstellerin bescherte.

Noch ist die Oscar-Kandidatur aber nicht sicher. Letztendlich entscheidet die Academy of Motion Picture Art and Sciences (AMPAS), welcher deutsche Film ins Rennen gehen darf. Und die Konkurrenz ist groß: Die Literatur-Verfilmung „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ von Caroline Link, das Fassbinder-Biopic „Enfant Terrible“ von Oskar Roehler und „Berlin Alexanderplatz“ von Burhan Qurbani sowie „Fritzi – Eine Wendewundergeschichte“ von Ralf Kukula und Matthias Brun wollen ebenfalls eine Chance auf einen Academy Award. Hier findest Ihr übrigens die gesamte Filmliste mit möglichen Oscar-Kandidaten. Zuletzt war Nora Fingscheidts „Systemsprenger“, trotz guter Aussichten, an dieser ersten Hürde gescheitert.

Die Bekanntgabe der Nominierung findet am 5. Februar 2021 statt. Die Oscar-Verleihung wird am 25. April 2021 über die Bühne gehen.


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