„Unser Lied für Lissabon“: Was wir bisher über den deutschen ESC-Vorentscheid wissen

Es gibt ja wirklich Menschen, die geben die Hoffnung nicht auf: Vielleicht, ganz vielleicht, entscheidet sich die ARD doch dazu, einen qualitativ hochwertigen Beitrag, oder wahlweise einen völlig durchgeknallten, zum Eurovision Song Contest (ESC) zu schicken – Ihr wisst schon, diese halbernste, halbtrashige Spaß-Veranstaltung, die einmal im Jahr statt findet und Europas Song-King oder -Queen kürt.

Vielleicht erinnert sich der ein oder andere auch noch daran: 2010 gewann eine etwas aufgedrehte Lena Meyer-Landrut überraschend den ESC. Seitdem glauben die Verantwortlichen beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk, das könne jedes Mal so gehen. Nun gut: So lange die Auswahl des ESC-Kandidat in Stefan Raabs Verantwortung lag, war diese Einschätzung durchaus realistisch (Resultat: Alle seiner Schützlinge erreichten einen Top-Ten-Platz). Aber seitdem der Moderator sich offiziell zurück gezogen hat, läuft es nicht rund: Levina erreichte 2017 in der Ukraine gerade einmal den vorletzten Platz. Jamie Lee (Platz 26) und Ann Sophie (Platz 27) teilten 2016 und 2015 ihr Schicksal.

Das soll sich nun mit einem neuen Modus ändern. Den stellte der NDR, der als Rundfunkanstalt alles rund um den ESC betreut, inklusive Kandidaten am 29. Dezember vor. „Unser Lied für Lissabon“, wie die Sendung heißen soll, soll den perfekten ESC-Song für Deutschland hervorbringen. We auf kuriose Exoten hofft, wird gleich enttäuscht: Der NDR sowie ein 100-köpfiges Experten-Panel haben im Vorfeld ordentlich aussortiert. Nur ernsthafte Kandidaten sollen ins Rennen geschickt werden.

Wann findet der Vorentscheid statt?

„Unser Lied für Lissabon“ wird live am 22. Februar 2018, pünktlich zur Prime Time um 20.15 Uhr, aus einem Berliner Studio gesendet.

Was ist neu?

Im Vorfeld fand bereits ein dreitägiges Song-Writing-Camp mit 16 potentiellen ESC-Kandidaten statt, in denen das perfekte ESC-Lied gefunden werden sollte. Klingt ein bisschen nach „Sing mein Song – das Tauschkonzert“-Vorbereitung reloaded, soll wohl aber zielführend gewesen sein – wenn man Thomas Schreiber, ARD-Koordinator Unterhaltung, glauben darf.

Von diesen 16 Kandidaten konnten sich nun sechs Künstler für das Finale von „Unser Lied für Lissabon“ qualifizieren. Neben den TV-Zuschauern entscheidet aber auch eine „Expertenjury“ aus ganz Europa über den deutschen Beitrag – damit’s wirklich jedem gefällt und so.



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