USA verzeichnet größte Vinyl-Verkäufe aller Zeiten innerhalb einer Woche


Damit hat die vergangene Woche den Rekord der vorhergegangen Woche abgelöst – ganze 1,842 Millionen Vinyl-LPs gingen landesweit über die Tresen.

Während Musikfans dieses Jahr den coronabedingten Ausfall von Live-Musik betrauern mussten, gab es einen heimlichen Gewinner: Die Vinyl-Platte. Laut eines Berichts von „Billboard“ sind die Vinyl-Verkäufe in diesem Jahr um fast 10 % gestiegen und verzeichnen diese Woche einen neuen Rekord – so seien innerhalb der vergangenen Woche die größte Menge an Vinyl-Schallplatten in den USA aller Zeiten verkauft worden. Wie „Billboard“ erläuterte, gingen in der Woche vor Weihnachten insgesamt 1,842 Millionen Vinyl-LPs landesweit über die Tresen – ein historischer Rekord.

Vinyl-Verkäufe sind trotz Corona-Krise weiter gestiegen

Absurderweise hat diese Wochenbilanz den Rekord aus der Vorwoche gebrochen; vom 10. bis zum 17. Dezember 2020 verzeichnete die USA einen Kauf von insgesamt 1,445 Millionen Schallplatten. Der neue Rekord der Vorweihnachtszeit ist somit der größte wöchentliche Verkauf von Vinyl-Platten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1991. Doch nicht nur die USA ist im Vinyl-Kaufrausch: Auch Großbritannien erlebe aktuell ein Hoch an LP-Verkaufszahlen, heißt es weiter. So könnte es sein, dass das Vereinigte Königreich es bis Ende 2020 noch schafft, ganze 100 Millionen Pfund mit Platten innerhalb eines Jahres einzunehmen. Damit hätte das Jahr 2020 das vorherige Rekordhalter-Jahr 1990 abgelöst. Ob dies tatsächlich eintrifft, ist bisher allerdings noch unklar.

Vinyl-Verkäufe generieren erstmals seit 34 Jahren wieder mehr Umsatz als CDs

Auch die Halbjahresbilanz der ersten Jahreshälfte von 2020 erzielte tolle Ergebnisse: Insgesamt 783,7 Millionen Euro wurden durch Audio-Streams und den Verkauf von CDs, Downloads und Vinyl eingenommen. Ein Anstieg von 4,8 Prozent – verglichen mit dem ersten Halbjahr 2019. Nach wie vor ist das aber Streaming-Diensten zu verdanken, die mittlerweile knapp zwei Drittel des Umsatzes erwirtschaften. CDs bringen dagegen nur noch 20 Prozent ein, Vinyl liegt in Deutschland aktuell bei 4,5 Prozent Umsatzanteil.

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