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Vinyl-Fans im Netz: Die besten Websites und Plattformen im Überblick

Von Discogs bis VinylTok: Diese Websites & Plattformen sind für Vinyl-Fans unverzichtbar – mit allem, was Sammler:innen wirklich brauchen.

Im Internet lässt sich die Leidenschaft fürs Vinyl erst richtig gut ausleben – mehr denn je. Neben klassischen Plattformen sind inzwischen auch Social Media, spezialisierte Shops und Künstlerplattformen zu zentralen Anlaufstellen geworden. Auch wenn die Schallplatte auf den ersten Blick wenig mit der digitalen Lebenswirklichkeit von heute zu tun hat: Online finden sich ganz wunderbare Seiten für Vinyl-Fans. Wir stellen hier die besten vor.

Vinyl Me, Please

Der Dienst Vinylmeplease bezeichnet sich selbst als „best damn record club“ und verschickt monatlich Plattenlieferungen, die er als essenziell für jede Sammlung erachtet. Inzwischen gibt es mehrere Abo-Kategorien – etwa Essentials, Classics oder Hip-Hop. Die Preise sind seit 2018 deutlich gestiegen (teils über 400 Euro jährlich); dafür sind die Pressungen oft exklusiv und hochwertig, inklusive Bonustracks, spezieller Artworks und aufwendiger Booklets.

Vinylify

Das Start-up Vinylify aus Amsterdam presst Wunsch-Schallplatten als Einzelstücke – das eigene Mixtape auf Vinyl, sozusagen. Die Preise liegen bei rund 120 bis 150 Euro pro Platte, dafür hat sich die Qualität verbessert. Besonders beliebt bleibt das Angebot als Geschenkidee.

And Vinyly

Nicht zu verwechseln mit Vinylify: Wer möchte, kann hier die eigene Asche nach dem Tod in eine Schallplatte pressen lassen. Der Service Andvinyly existiert weiterhin und sorgt regelmäßig für Aufmerksamkeit im Netz – eine morbide, aber faszinierende Randerscheinung der Vinylkultur.

DJ Rooms

Hier gibt es fast alles: Anleitungen zur Platten-Reinigung, Vinyl-Gifs und den „Dig Of The Week“. Im Mittelpunkt stehen Musikzimmer, Studios und Wohnungen von Sammler:innen. Klassische Blogs wie DJ-Rooms sind heute seltener geworden – ähnliche Inhalte finden sich zunehmend auf Instagram, YouTube oder TikTok.

Reddit

Reddit gilt weiterhin als Kulmination von allem, was das Internet zu bieten hat – auch für Vinyl-Fans. Nutzer:innen posten bei Reddit Anekdoten, Bilder ihrer Sammlung oder geben Tipps zu Equipment und Plattenläden. Ergänzt wird das Ganze heute durch Plattformen wie Discord für den Community-Austausch und TikTok, wo unter „VinylTok“ neue Trends entstehen.

Discogs

Die bekannteste Seite zum Thema Vinyl ist nach wie vor die erste Anlaufstelle für alle, die ihre Sammlung digital archivieren möchten. Die Datenbank von Discogs ist massiv gewachsen und bleibt die größte ihrer Art weltweit. Mindestens ebenso wichtig ist der Marktplatz, auf dem sich selbst die seltensten Schätze finden. Gleichzeitig gibt es Kritik an steigenden Gebühren, vereinzelten Fake-Angeboten und einer etwas in die Jahre gekommenen Benutzeroberfläche.

Vinylfantasymag

Und noch ein Hinweis auf Vinylfantasymag: Einer der bekanntesten deutschen Blogs über Schallplatten. Klassische Vinyl-Blogs haben es heute allerdings schwerer und wurden teilweise von YouTube-Kanälen, Newslettern und Online-Magazinen abgelöst, die schneller und breiter publizieren.

Dust & Grooves

Ein Fotoprojekt des israelischen Fotografen Eilon Paz, der sich für die Sammelgewohnheiten anderer interessiert. Die Seite Dustandgrooves hat sich weiterentwickelt und umfasst inzwischen auch Bücher und Ausstellungen. Porträts von Vinyl-Fans und ihre Geschichten machen das Projekt bis heute einzigartig.

Bandcamp

Bandcamp hat sich zu einer der wichtigsten Plattformen für Vinyl-Käufer:innen entwickelt. Künstler:innen können hier ihre Musik direkt vertreiben, oft inklusive exklusiver Vinyl-Pressungen. Besonders im Indie- und Underground-Bereich ist Bandcamp unverzichtbar.

HHV / Juno Records

Große Online-Shops haben stark an Bedeutung gewonnen. Sie bieten neue Releases, Reissues und Preorders oft schneller und günstiger an als klassische Wege – der digitale Plattenladen mit internationaler Reichweite.

eBay

eBay bleibt relevant für Schnäppchen und seltene Fundstücke, auch wenn die Plattform weniger spezialisiert ist als Discogs.

VNYL

Auch Vnyl war ein Aboservice, der den Social-Network-Gedanken auf den Plattenteller brachte: Nutzer:innen konnten Empfehlungen aussprechen, Playlists erstellen und sich aus „Vibes“ ihr Profil zusammenstellen. Nach ihren Vorlieben wurden monatlich drei Alben geliefert. Heute spielt der Dienst allerdings kaum noch eine Rolle – personalisierte Empfehlungen sind inzwischen Standard und werden von größeren Plattformen besser umgesetzt.