Verne Troyer: Todesursache des als „Mini-Me“ in „Austin Powers“ weltbekannt gewordenen Schauspielers steht fest

Verne Troyer starb am 21. April 2018 im Alter von 49 Jahren. Die offizielle Todesursache war damals unbekannt, steht nun aber fest: Der Schauspieler, der als „Mini-Me“ in der Austin-Powers-Reihe weltbekannt wurde, beging Suizid.

Der „Hollywood Reporter“ berichtet unter Berufung auf den ihnen vorliegenden Obduktionsbericht, dass Troyer an den Folgeerscheinungen einer Alkoholvergiftung gestorben sei. Bereits am 3. April, also rund drei Wochen vor seinem Tod, wurde Troyer wegen des Verdachts einer Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert.

Suizid als Todesursache wurde damals noch nicht ausdrücklich bestätigt, aber selbst von Troyers Familie nahegelegt. Auf seiner Facebook-Seite und auf Instagram wurde eine Mitteilung veröffentlicht, die den Tod des Schauspielers bekanntgab. Darin hieß es unter anderem: „Depression and Suicide are very serious issues. You never know what kind of battle someone is going through inside. Be kind to one another. And always know, it’s never too late to reach out to someone for help.“ 

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It is with great sadness and incredibly heavy hearts to write that Verne passed away today. Verne was an extremely caring individual. He wanted to make everyone smile, be happy, and laugh. Anybody in need, he would help to any extent possible. Verne hoped he made a positive change with the platform he had and worked towards spreading that message everyday. He inspired people around the world with his drive, determination, and attitude. On film & television sets, commercial shoots, at comic-con’s & personal appearances, to his own YouTube videos, he was there to show everyone what he was capable of doing. Even though his stature was small and his parents often wondered if he’d be able to reach up and open doors on his own in his life, he went on to open more doors for himself and others than anyone could have imagined. He also touched more peoples hearts than he will ever know. Verne was also a fighter when it came to his own battles. Over the years he’s struggled and won, struggled and won, struggled and fought some more, but unfortunately this time was too much. During this recent time of adversity he was baptized while surrounded by his family. The family appreciates that they have this time to grieve privately. Depression and Suicide are very serious issues. You never know what kind of battle someone is going through inside. Be kind to one another. And always know, it’s never too late to reach out to someone for help. In lieu of flowers, please feel free to make a donation in Verne’s name to either of his two favorite charities; The Starkey Hearing Foundation and Best Buddies. Photo by @paulmobleystudio

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In seinem ersten Film wurde Verne Troyer kaum bemerkt: In „Juniors freier Tag“ krabbelte ein Baby durch New York und wurde nebenbei von Gangstern verfolgt. Im Stil von „Kevin – Allein zu Haus“ besiegte das Baby die Gangster und erlebte Abenteuer in der Großstadt. 1994 war das, Verne Troyer war damals 25 Jahre alt und gab das Stunt Double für das Baby.

Verne Troyer wurde später von Mike Myers zur Kultfigur gemacht. In zweiten und dritten Teil der „Austin Powers“-Reihe trat Troyer als Dr. Evils Klon Mini-Me auf und sicherte sich einen Platz in der Geschichte der Comedy. Sein Karrierehoch hatte der Schauspieler um die Jahrtausendwende. Nachdem er als Mini-Me zu Kult wurde, hatte er kurze Auftritte in „Der Grinch“, „Harry Potter“ und der Serie „Scrubs“. Mit Nebenrollen trat er bis vor einigen Jahren immer mal wieder in Erscheinung – oft spielte der Kleinwüchsige sich selbst.

„Verne war der vollkommene Profi und ein Leuchtfeuer an positiver Energie für diejenigen von uns, die die Ehre hatten, mit ihm zu arbeiten“, sagte Mike Myers, Schöpfer und Hauptdarsteller von „Austin Powers“ und Troyers Kultstatus in einem ersten Statement nach Troyers Tod.

Die berühmteste Szene von Myers und Troyer fand in „Austin Powers 2“ statt:

Wer Suizidgedanken hat, sollte sich an vertraute Menschen wenden. Oft hilft bereits das Sprechen dabei, die Gedanken zumindest vorübergehend auszuräumen. Wer für weitere Hilfsangebote offen ist oder sich um nahestehende Personen sorgt, kann sich – auch anonym – an die Telefonseelsorge wenden: Sie bietet schnelle Hilfe an und vermittelt Ärzte, Beratungsstellen oder Kliniken unter der Nummer 0800/111 01 11.


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