Vinylverkäufe übersteigen erstmals Download-Einnahmen

Die britische „Entertainment Retailers Association“ vermeldet, dass in der vergangenen Woche erstmals wieder mehr für Schallplatten als für Musik-Downloads ausgegeben wurde.

Die britische „Entertainment Retailers Association“ (ERA) beschert Vinylfreunden eine ermutigende Nachricht zur Weihnachtszeit 2016: In Großbritannien wurde in der vergangenen Kalenderwoche erstmals mehr Geld für Schallplatten ausgegeben als für Musik-Downloads. Der Umsatz lag bei Schallplatten demnach bei etwa 2,9 Millionen Euro, während für digitale Downloads lediglich 2,5 Millionen Euro bezahlt wurden. In der gleichen Woche des Vorjahres lagen Vinylverkäufe demgegenüber bei umgerechnet 1,4 Millionen und Downloads bei 5,2 Millionen Euro. Der Einbruch der Downloads im laufenden Jahr ist vermutlich auf immer bessere Streaming-Angebote zurückzuführen.

Der Sprecher der ERA bezeichnet diese Entwicklung als „einen signifikanten Wechsel im Nutzerverhalten im Laufe der letzten 12 Monate“. Aus seiner Sicht haben damit Vinylverkäufe erstmals mehr Umsatz erzielt als Downloads. Als Ursache sieht der Verband unter anderem die Vinyl-Aktionen von Platten- und Elektroläden wie den Record Store Day und den Black Friday.

In Deutschland wird der Umsatz von verkauften Tonträgern pro Woche nicht öffentlich gemacht. Die Umsatzentwicklung ist jedoch mit knapp 50% Steigerung im Vergleich zum Vorjahr im ersten Halbjahr 2016 nahezu identisch.

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