Weidmann’s Geil


Seine lüsternen Reptile kennen bislang nur die wenigsten. Möglich, daß der Schweizer Maler FRED WEIDMANN den Umweg über populärere Medien nehmen muß, um seine Sciencefiction-Phantasien einem breiteren Publikum präsentieren zu können. In der Eingangshalle der MIDEM in Cannes stellte er unlängst eine Auswahl seiner Arbeiten aus, ein Porträt von Jennifer Rush (I.) wird vermutlich ihr nächstes Cover zieren —- und daß er auch mit anderen Materialien umzugehen weiß, bewies er mit einem Instrument (u.), das er mit Gitarren-Bauer Tobbias Stax entwarf. Weitere Arbeiten mit musikbezogenen Sujets kann er sich durchaus vorstellen, zumal ihm die „Scheuklappen-Mentalität der Künste“ ohnehin ein Greuel ist. Zur Zeit versucht sich der Wahl-Münchner, der die deutsche Romantik ebenso wie Psychedelia als Anregungen zitiert, erstmals an Bühnenbildern und verschönt die Zimmerdecke einer Zahnarzt-Praxis mit seinen phantastischen Fabelwesen.