Welcome to Miami: Lovebyrds „Every Word“-Video ist ein Autotune-Ausflug in die 80er

Als wir vor ein paar Tagen das neue Video von Ankathie Koi aus Wien in der Premiere zeigten, wähnten wir uns für rund vier Minuten an einem anderen Ort: „Foreign Heart (Carribbean Theme)“ verschiffte uns gedanklich in die Karibik der 80er. Das Haarspray war schon ausgepackt, Rum-Cola aufs offene Hemd gekleckert – und plötzlich war der Song leider wieder vorbei.  Zum Glück gibt es schon jetzt Nachschub aus einer anderen Zeit: Lovebyrd zeigen uns und Euch ihr neues Video zu „Every Word“ hier zuerst, und auch diese Bilder zur Musik (und umgekehrt) rufen unweigerlich die Achtziger auf den Schirm. Diesmal heißt es eher: Welcome To Miami!

Im Clip zu „Every Word“ sieht man Szenen, wie sie aus seichten Schnulzen oder wahlweise auch Werbevideos der Achtziger geklaut sein könnten: Mann mit Hemd trifft Frau mit Dauerwelle an Hotelbar und so weiter. „Alles stock footage“, verrät die Band. Dass der Song dazu jünger als die Bilder sind, lassen zudem die Vocals erahnen: Sängerin Steffi ließ ihre Stimme mit einer gehörigen Portion Autotune versehen.

Achso, übrigens: Lovebyrd, ja, das sind Stefanie Krauth und Mark Wernet aus Saarbrücken. Laut eigener Aussage spielen sie Synth-Pop, Depression-Pop, Krautvape, als Einflüsse nennen sie Thundercat, Mac DeMarco, Frank Ocean, Tame Impala und UMO. Und mindestens zu Tame Impala gibt es auch eine direktere Verbindung: Das Mastering ihres kommenden und im Heimstudio aufgenommenen Albums hat ein gewisser Rob Grant vom Poons Head Studio in Australien übernommen. Und ebenda arbeitete der schon mit Tame Impala, Miley Cyrus, Lenny Kravitz, Death Cab for Cutie und ein paar anderen bekannten (und unbekannten) Musikern.

„Every Word“ ist die erste Single aus Lovebyrds zweitem Album CONTENT. Das erscheint am 1. September 2017 und kann hier im Stream gehört oder vorbestellt werden.

 

 

 


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