Wer ist dieser Super Marc Rebillet und was macht er bei EDEKA?

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Marc Rebillet war seiner Zeit voraus: Schon 2016 veröffentlichte er Videos, in denen er in seiner Wohnung in Dallas an seinen Instrumenten rumspielte. Das war charmant, ein wenig irre – und ungefähr das Verhalten, das in der Pandemie dann als völlig normal angesehen wurde. Rebillet benutzt dabei Percussions-Instrumente, Keyboards und vor allem sein Sample-Pad. Dazu singt er, beatboxt mal und erfindet auch schon mal Lyrics in einer Gaga-Sprache. Wichtigstes Tool ist dabei seine Boss RC-505 Loop Station. Die Musik dazu speist sich aus Oldschool HipHop, Funk, smoothem R’n’B und französischem Electro im Stile von Daft Punk.

Sie nannten ihn „Loop Daddy“

Rebillet suchte in verschiedenen Formaten immer wieder die Nähe zu seinen Fans, die ihm auch den Kosenamen „Loop Daddy“ gaben. Über Faceboook, YouTube und später Twitch hielt er Kontakt zu ihnen, manchmal gab es Shows, bei denen einen Telefonnummer eingeblendet wurde, unter der man sich Songs oder Themen wünschen konnte, die er dann improvisierte – egal, ob er sie kannte oder nicht. Auch aktuelle Ereignisse in seinem Leben, wie zum Beispiel seine Corona-Impfung, wurden zu sehr lustigen Clips, die Millionen Streams sammelten.

Der nebulöse Traum, kreativ zu werden

Der Erfolg hatte Rebillet damals selbst ein wenig überrascht, wie er in einem Interview zugab. „Das ging alles sehr schnell. Auf einmal teilen Leute auf der ganzen Welt meine Videos, meine Facebook Follower wuchsen von 7.000 auf 10.000 und dann immer weiter. Auf einmal kamen dann Booking-Anfragen aus allen Teilen der Welt. Ich hatte anfangs überhaupt keine Ahnung, wie ich damit umgehen sollte.“

In einem Interview mit EDM.com sagte er: „Das ganze ergab sich aus dem, was ich mein ganzes Leben schon geübt hatte: Klavier spielen und schauspielern. Das sind die beiden Dinge, die ich schon mit fünf lernen wollte.“ Rebillet arbeitete die ersten Jahre nach der Schule in der Werbewelt, interessierte sich aber nie so richtig dafür. In der ganzen Zeit habe er „diesen nebulösen Traum gehabt, kreativ zu sein. Nach gut zehn Jahren mit langweiligen Jobs habe ich dann angefangen, irgendwas aus diesem Traum zu machen.“ Als Inspiration nennt Marc Rebillet denn Improvisationskünstler Reggie Watts. „Ich habe vor Jahren eine Show von ihm gesehen und das hat etwas in mir ausgelöst. Ich dachte mir: ‚Wow, du kannst ja auch auf die Bühne gehen und überhaupt keinen Plan haben, was du da machen willst.‘ Mittlerweile hat sich Rebillet auch den Traum erfüllt, einmal mit Watts live zu performen:

Als Super Marc im Supermarkt

Für den neuen Werbeclip von EDEKA wurde Marc Rebillet nun in eine Filiale eingeladen, um sich eine Nacht lang mit allem zu vergnügen, was die Regale so hergeben. Damit stellt sich der Franko-Amerikaner in eine Reihe mit Künstlern wie Luciano, der in einem Clip ausdrücklich NICHT rappte und natürlich „Mr. Supergeil“ Friedrich Liechtenstein. Alle diese Clips zählen zu den seltenen Glücksfällen, wo Werbung mit Humor und Künstlern mal nicht nervt oder peinlich ist. Rebillet ist mit Blick auf diese Tradition also eine sehr naheliegende und gelungene Wahl. Denn Rebillet zeigt in dem Clip als „Super Marc“ mal wieder all seine Skills. Die überdrehte Performance, den smoothen Electro-Sound und vor allem seinen Wortwitz. Was sich vor allem in der Rapzeile „I am looking for that god dammned Schmand“ zeigt. Wenn es ein deutsches Wort gibt, das mal in einem Song verewigt werden sollte, dann ja wohl dieses.

Bei all den Gags und den überdrehten Performances, sollte man allerdings niemals vergessen, dass Marc Rebillet auch ein formidabler Musiker ist. Was nicht zuletzt diese Playlist beweist:

 

 


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