Wie Jim Carrey beim „Grinch“-Dreh einem Make-up-Künstler das Leben zur Hölle machte

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Einer der anerkanntesten Make-up-Artists im Filmgeschäft heißt Kazuhiro Tsuji. Der Japaner arbeite beispielsweise bei „Der seltsame Fall des Benjamin Button“,„Hellboy“ und eben „The Grinch“ an Masken und Effekten. Aktuell ist er für „Die dunkelste Stunde“ für den Oscar nominiert. Eine glückliche Wendung in der Karriere des Japaners. Denn beim Dreh zu „The Grinch“ im Jahr 1999 sorgte Hauptdarsteller Jim Carrey mit seinem exzentrischen Verhalten fast dafür, dass Tsuji dem Geschäft den Rücken gekehrt hätte.

In einem Interview mit Vulture verriet der Make-up-Künstler, dass sich die Drehvorbereitungen mit Carrey teilweise zu einem Albtraum entwickelten. Carrey, der für die Rolle des Grinch in Ron Howards Film täglich mehrere Stunden in der Maske sitzen musste, begann irgendwann die Arbeit Tsujis zu hinterfragen. So habe er fast täglich auf Stellen an der Maske gezeigt und behauptet, die Farbe wäre eine andere als am Vortag. Immer wieder diskutierten die beiden daraufhin über die Farben: „I was using the same color I used yesterday. He says, ‘Fix it.’ And okay, you know, I ‘fixed’ it. Every day was like that. I was using the same color I used yesterday. He says, ‘Fix it.’ And okay, you know, I ‘fixed’ it. Every day was like that.“, sagte er nun im Interview.

Carrey bat persönlich um die Rückkehr zum Set

Die Zusammenarbeit mit Carrey erwies sich als so anstrengend, dass Tsuji irgendwann nach einer Auszeit fragte. Die Produzenten erlaubten dies, Carrey musste mit einer anderen Person in der Maske arbeiten – und sollte dadurch auch die Arbeit zu schätzen lernen, die Tsuji zuvor geleistet hatte. Der Plan ging auf: Sowohl Jim Carrey als auch Regisseur Ron Howard riefen persönlich an und baten Tsuji um eine Rückkehr zum Set. Der Schauspieler hätte schließlich sein Verhalten am Set geändert.

Nachdem die Dreharbeiten abgeschlossen waren, musste sich Kazuhiro Tsuji in eine Therapie begeben. Der Umgang mit dem exzentrischen Carrey, dessen kontroverses Verhalten zuletzt auch in der Dokumentation „Jim und Andy“ Thema war, machte dies zur Notwendigkeit für den Japaner. Glücklicherweise konnte der Künstler aber wieder zur Filmbranche zurückkehren.

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