Wie Kanye West auf Instagram Kritiker umzustimmen versucht

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Ari Emanuel, Chef der Medienfirma Endeavor, hat dazu aufgefordert, keinerlei Geschäfte mehr mit Kanye West zu machen, und richtete seinen Appell an alle Firmen, die mit dem Rapper noch immer kooperieren. West antwortete am Donnerstag (27. Oktober) über Instagram mit einem Post an Emanuel: „Ich liebe dich immer noch.“

Innerhalb von zwei Wochen hat Kanye West seinen Ruf wohl unrettbar ruiniert: Er erzürnte die „Black Lives Matter“-Bewegung mit seinen „White Lives Matter“-Klamotten, stellte über die Todesursache von George Floyd falsche Behauptungen auf, schließlich  gab er mehrmals antisemitische Statements von sich.

Emanuel, dessen Konzern auch der Martial-Arts-Veranstalter UFC (Ultimate Fighting Championship) gehört, schrieb in einem Text für die „Financial Times“: „Diejenigen, die weiterhin Geschäfte mit West machen, geben seinem fehlgeleiteten Hass ein Publikum … Es sollte keine Toleranz für Wests antisemitische Kommentare geben.“ Außerdem bat er Apple und Spotify, die Musik des Rappers von den Streamingdiensten zu nehmen.

West versucht zu beschwichtigen: „Ari Emanuel. Ich verlor 2 Milliarden Dollar an einem Tag und lebe immer noch. Das sind Worte der Liebe. Ich liebe dich immer noch. Gott liebt dich immer noch. Das Geld ist nicht wer ich bin. Die Menschen sind wer ich bin“.

 

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Neben unzähligen Promis und Freunden, die Kanye West kritisierten und sich von ihm lossagten, verlor er bereits Markendeals mit Adidas, Gap, Balenciage und Foot Locker. Das Wachsmuseum Madame Tussauds verbannte seine Figur von der Ausstellung in das Archiv. Die Vertragsauflösung mit Adidas war der wohl größte Rückschlag für den Rapper, denn allein dadurch hat er 1,5 Milliarden Dollar verloren.


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