Yetundey rappt über ihre Mordfantasien – „Wovon träumst du nachts“ (Musikvideo)

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Selbstinszenierungen von frisch verliebten Paaren auf Instagram sind niedlich, aber auch ein wenig unheimlich. Denn hinter der Fassade von perfekt ausgeleuchteten und mit unzähligen Farbfiltern überladenen Bildern verbergen sich oft schlafende Dämonen. Davon rappt und singt zumindest Yetundey in ihrem neuen Song „Wovon träumst du nachts“, während sie im dazugehörigen Musikvideo semi-erfolgreiche Mordanschläge auf ihren Beziehungspartner verübt.

Yetundey träumt von Mord und Todschlag

Dass Yetundey eine Verwandlungskünstlerin ist, bewies die Wahlberlinerin bereits mit ihren vorangegangen Singles „Infinity Pool“ und „Alles nur gekauft“, in denen sie mal als Drogenboss, mal als Rap-Millionärin (durch gekaufte Streams) brilliert. In ihrem aktuellen Werk „Wovon träumst du nachts“ schlüpft die Rapperin und Songwriterin in die Rolle einer rachsüchtigen Ehefrau, die ihrem Partner nach dem Leben trachtet. Der Grund: Anstatt dass Probleme und Zweifel direkt angesprochen und ausdiskutiert werden, ergeben sich beide Partner der Illusion einer fortlaufend harmonischen Beziehung aus dem digitalen Bilderbuch. Bei so viel unterdrückten Aggressionen kann der Schlaf schon mal Monster gebären – Freud lässt grüßen. Allerdings bleiben die Mordversuche letztendlich alle ziemlich erfolglos.

Werf ein Messer an die Wand, deine Sachen vom Balkon/
Süßer, mach aus dir Gelée für Habibo-Bonbons/
Verwöhn‘ dich mit einem Blutbad bei Kerzenschein/
Wie wär’s mit Role Play? Ich kann Chucky sein/

Wer ist Yetundey?

Die Rapperin, die auch als Producerin, Videoproduzentin und Tänzerin aktiv ist, ist das zweite Signing auf dem All Female HipHop-Label 365XX Records. Neben ihren ausgefallenen Video-Konzepten, bei denen auch ihr schauspielerisches Talent zur Geltung kommt, zeigt auch ihr Sound, dass Yetundey ein echtes Chamäleon ist. HipHop trifft bei ihr auf Elektro, Pop und Eurodance samt 90er Vibes. Das Ganze serviert sie mit einer großzügigen Prise Humor, Selbstironie und auch gesellschafts- sowie szenekritischen Tönen. Ob und wie das letztendlich auf EP-Länge funktioniert, kann man ab dem 17. September hören, wenn ihr neustes Werk „Black Friday“ erscheint.

In „Infinity Pool“ wird Yetundey zur Drogenbaronin:


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