von Severin Mevissen
Alben
Makossa & Megablast
Soy Como Soy
Dem Wiener Afro-Latin-Duo gelingt mit dem zweiten Album ein weiterer großer Wurf.
Foto:
!K7/Alive
Makossa & Megablast - Soy Como Soy
2007 schenkten uns Sascha Weisz (Megablast) und Marcus
Wagner-Lapierre (Makossa) mit Kunuaka ein Album, auf das
G-Stone-Fans lange gewartet hatten. Es war das Filtrat aus ihrem
musikalischen Schaffen als DJs und als Produzenten deeper, doper,
afrofunkig-angehauchter Tracks mit Unter- und Obertönen aus Acid
House, HipHop und Reggae. Das zweite Album erschließt sich nicht
sofort, wächst aber bei mehrfachem Hören immer mehr ans Herz. Zwar
ist auch hier ein absoluter Schieber drauf, das titelgebende „Soy
Como Soy“, doch es sind vor allem die Songs drum herum, die
begeistern. Beispielsweise das nagende „Coming Home“ mit der
Ur-Stimme von Tower Of Power, Mister Hubert Tubbs, am Mikrofon und „
Home Journey“ mit den wunderbarsten analogen Synthiesounds seit
Wendy Carlos und Jean Michel Jarre. Beim nächsten Durchgang
fasziniert der sphärisch-laszive Gesang von Martine-Nicole Rojina
auf „If I U Me“ und wieder Hubert Tubbs, dessen „Peace“ nach Rare
Earth, Temptations, ja, fast wie ein cooles, 2011er Antidot zu
Edwin Starrs beißendem „War“ klingt. Das Album ist extrem
vielfältig, und zeigt, dass die beiden die letzten vier Jahre nicht
mit Feierei vertan, sondern ihre Touren dazu benutzt haben, sich
mit anderen Talenten auszutauschen, die Arbeitsweise zu verfeinern,
die Beats zu straffen und den Sound organischer erscheinen zu
lassen. Key Tracks: „If I U Me“, „Peace“
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