von Frank Sawatzki
Alben
Vladislav Delay
Vantaa
Der finnische Electronica-Meister debütiert auf dem Qualitätslabel aus Chemnitz mit großen, formschönen Klangblöcken
Foto:
Raster-Noton/Kompakt
Vladislav Delay - Vantaa
Passagen von Vladislav Delays Frühwerk Anima (2001) wurde ja
eine gewisse Ähnlichkeit mit den Pink-Floyd-Veröffentlichungen aus
der Meddle-Ära bescheinigt, damit war wohl eine dem Prog-Rock der
Seventies ähnliche Haltung gemeint. Vielleicht speiste sich der
Vergleich auch aus der Beobachtung, dass der finnische
Electronica-Künstler seine Tracks gerne wie ein Stück Natur klingen
lässt; bearbeitete, digital gefilterte Natur, in der sich Sounds
und Rhythmen in langen Zyklen fortentwickeln dürfen. Vantaa ist das
erste Album von Vladislav Delay für das Chemnitzer
Raster-Noton-Label. Der Finne spielt darauf mit den Assoziationen,
die in den großen, formschönen Klangblöcken wohnen, man mag
Wasserbewegungen hören, dem Fällen von Bäumen beiwohnen, im selben
Moment aber positioniert sich diese Musik als Noise, abstrakt und
post-industriell. So bleibt’s spannend after all those years. Die
achteinhalb Minuten von „Lauma“ im hinteren Teil von Vantaa machen
dann kurzen Prozess mit dem Thema des Albums: ein technoides Biest,
das jede Bewegung niederknüppelt. Key Tracks: „Luotasi“, „Lauma“
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